News des Wochenendes: Grabkammer mit etwa 40 Mumien in Ägypten entdeckt

Die wichtigsten Meldungen im Überblick: 

  • Grabkammer mit etwa 40 Mumien in Ägypten entdeckt (14.58 Uhr)
  • Luftwaffengeneral in Venezuela läuft ins Guaidó-Lager über (14.42 Uhr)
  • China ruft USA und Russland zu INF-Einigung auf (12.26 Uhr)
  • Verkehrsminister Scheuer stützt Bahn-Chef Lutz (11.15 Uhr)
  • Russland steigt nach USA ebenfalls aus INF-Abrüstungsvertrag aus (11.10 Uhr)

Alle News von Samstag, 2. Februar 2019 im stern-Ticker:     

+++ 18.26 Uhr: Italienische Justiz sieht keine Anzeichen für Gesetzesverstöße von Sea-Watch +++

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hat bei der Aufnahme von 47 Migranten nach Ansicht der italienischen Justiz gegen keine Gesetze verstoßen. Die Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für eine “strafrechtliche Verantwortung” auf Seiten der Aktivisten ergeben, erklärte am Samstag der Staatsanwalt der sizilianischen Stadt Catania, Carmelo Zuccaro. Das Vorgehen der Flüchtlingshelfer sei “gerechtfertigt” gewesen. Damit schloss sich Zuccaro einer früheren Entscheidung der Staatsanwaltschaft von Syrakus an.    

Zugleich kündigte Zuccaro Ermittlungen wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung an. Diese richteten sich aber nicht gegen Sea-Watch, sondern wie in solchen Fällen üblich gegen die Menschenschlepper.    

Zuvor hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini von der rechtsradikalen Lega-Partei davon gesprochen, er verfüge über “konkrete Beweise” für ein rechtswidriges Handeln der Besatzung der “Sea-Watch 3″. Die Hilfsorganisation hatte den Vorwürfen entschieden widersprochen.

+++ 18.15 Uhr: Sohn von Bolsonaro schließt sich Steve Bannons ultranationalistischer Bewegung an +++

Ein Sohn von Brasiliens rechtsradikalem Präsidenten Jair Bolsonaro hat sich der Bewegung des US-Ultranationalisten und Ex-Präsidentenberaters Steve Bannon angeschlossen. Er sei “sehr stolz”, sich Bannon als Anführer von dessen Gruppe The Movement in Brasilien anzuschließen, wurde Eduardo Bolsonaro in einer Erklärung der Gruppe zitiert. Als Brasilien-Chef von The Movement vertrete er ganz Lateinamerika in der Bewegung.    

Bannon war bis August 2017 Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, überwarf sich aber mit ihm. Er gründete die Stiftung The Movement in Europa, um die dortigen Rechtsaußen-Politiker zu sammeln und zu fördern und so Einfluss auf die Wahl des EU-Parlaments im Mai zu nehmen. In Vorbereitung auf die EU-Wahl will Bannons Bewegung im März ihre erste Jahreskonferenz in Brüssel abhalten, wie es in der Mitteilung ebenfalls hieß.

+++ 17.25 Uhr: Steinmeier fordert neue Diskussionskultur – ganz besonders im Netz +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine neue Diskussionskultur gefordert, besonders im Internet. Bei allen Vorzügen für einen Austausch verführten soziale Medien auch dazu, “permanent zu senden”, sagte Steinmeier bei einer Veranstaltung mit dem Titel “Demokratie ganz nah” in Krefeld. Das betreffe auch “Dinge, die man im persönlichen Gespräch nie über die Lippen bringen würde”.    

Er wolle die Digitalisierung der Kommunikation deshalb aber nicht rückabwickeln – “im Gegenteil”, betonte der Bundespräsident laut Redetext bei dem Empfang für in der politischen Bildung tätige Bürger. “Ich will eine Diskussionskultur beflügeln, bei der gewisse Grundregeln der Auseinandersetzung von allen geachtet werden – online wie offline.”

+++ 17.04 Uhr: Streit um Abrüstungsvertrag: Tschechien warnt vor neuem Kalten Krieg +++

Tschechien warnt angesichts der angekündigten Aufkündigung eines wichtigen Abrüstungsvertrags vor einem neuen Kalten Krieg zwischen den USA und Russland Damals habe täglich die Gefahr eines Einsatzes von Atomwaffen über der Welt gehangen, erinnerte Ministerpräsident Andrej Babis. “Wir wollen doch nicht in solche Zeiten zurückkehren und erneut derartige Bedrohungen durchleben müssen”, teilte der 64-Jährige mit.

Die USA und Russland forderte der Gründer der populistischen ANO-Partei auf, sich an einen Tisch zu setzen und eine Einigung zu finden. Mit dem Krieg in Syrien, der Instabilität im Nahen Osten und der Migration aus Afrika gebe es auf der Welt schon genug Konflikte. Der tschechische Außenminister Tomas Petricek erklärte, Russland habe noch bis zum Auslaufen des Vertrags in sechs Monaten Zeit, zu dessen Einhaltung zurückzukehren.

+++ 16.44 Uhr: Reizgas in vollbesetztem Fastnachtzelt in Baden-Württemberg versprüht +++

In einem vollbesetzten Festzelt hat ein Unbekannter im baden-württembergischen Winterlingen Reizgas versprüht. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend während einer Fastnachtsfeier, an der rund 2500 Menschen teilnahmen, wie die Polizei mitteilte. Drei Menschen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, 34 weitere wurden mit Reizungen an Hals, Nase und Augen vor Ort behandelt.  Hinweise auf den Täter lagen zunächst nicht vor. Zeugen des Vorfalls wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

+++ 16.13 Uhr: Schneechaos in Italien – Brennerautobahn gesperrt +++

Starke Schneefälle haben in Norditalien für Behinderungen auf den Straßen und im Bahnverkehr gesorgt. Die Brennerautobahn (A22) bleibe vorerst gesperrt, erklärte der Südtiroler Zivilschutz. Unweit der Grenze zu Österreich war der Nachrichtenagentur Ansa zufolge eine Lawine auf einem Autobahn-Abschnitt niedergegangen. Verletzt worden sei dabei niemand. 

Reisende saßen laut Medienberichten stundenlang in ihren Autos fest. Lastwagen ohne Schneeketten blieben liegen. Der Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und anliegenden Tälern, geplante Abreisen zu verzögern. 

+++ 15.24 Uhr: Mainz unterstützt als erste deutsche Stadt Appell für atomare Abrüstung +++

Als erste deutsche Stadt hat sich Mainz einem Städte-Appell für atomare Abrüstung angeschlossen. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) habe die Erklärung für ein Atomwaffenverbot unterzeichnet, teilte die hinter der Aktion stehende Friedens- und Abrüstungsorganisationen Ican mit. Andere Städte, die den Aufruf unterstützen, sind beispielsweise Sydney, Los Angeles oder Manchester.     

Mainz ist Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, in dem Bundesland sind US-Atomwaffen gelagert. Die Unterstützung für den Appell kommt an dem Tag, an dem nach den USA auch Russland erklärte, aus dem Abrüstungsvertrag INF auszusteigen.

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+++ 14.58 Uhr: Grabkammer mit etwa 40 Mumien in Ägypten entdeckt +++

In Ägypten haben Forscher Grabkammern mit etwa 40 gut erhaltenen Mumien entdeckt. Der Fund in der Provinz Al-Minya südlich von Kairo sei die erste archäologische Entdeckung des Jahres, teilte Antikenminister Khaled al-Anani mit. Es handele sich um aus Stein gehauene Gräber einer bürgerlichen Familie, die vermutlich der Mittelschicht angehört habe. Die Gräber stammten entweder aus römischer oder byzantinischer Zeit.

Die Mumien seien in gutem Zustand, sagte der Minister. Ebenso seien Keramik und Sarkophage in den Gräbern gefunden worden. Zuletzt hatten die ägyptischen Behörden immer wieder neue archäologische Entdeckungen bekannt gegeben. Die Behörden hoffen, dass dadurch der Tourismus wieder anzieht. Das Land leidet unter wirtschaftlichen Problemen. Es kommt immer wieder zu Terroranschlägen.

+++ 14.42 Uhr: Luftwaffengeneral in Venezuela läuft ins Guaidó-Lager über +++

Im Machtkampf in Venezuela ist ein hochrangiger Militärvertreter in das Lager der Opposition übergelaufen. Luftwaffengeneral Francisco Yánez gab in einem Video in den Online-Netzwerken bekannt, dass er Juan Guaidó als Übergangspräsident des Landes anerkenne. Er prangerte zudem die “diktatorische” Präsidentschaft von Staatschef Nicolás Maduro an, der sich derzeit vor allem wegen des Rückhalts der Armee an der Macht halten kann.

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+++ 13.27 Uhr: Ex-Präsident der Elfenbeinküste Gbagbo darf in Belgien bleiben +++

Der ehemalige Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, darf sich nach seiner Freilassung durch den Internationalen Strafgerichtshof vorerst in Belgien aufhalten. Eine entsprechende Anfrage des Gerichts sei positiv beschieden worden, teilte das belgische Außenministerium am Samstag der Nachrichtenagentur Belga mit. Gbagbo stand wegen der Gewaltwelle in der Elfenbeinküste nach der Präsidentenwahl 2010 in Den Haag vor Gericht, war aber am 15. Januar in erster Instanz freigesprochen worden. Am Freitag ordnete der Strafgerichtshof seine Freilassung unter der Bedingung an, dass sich der 73-Jährige in einem Land in der Nähe für das Berufungsverfahren bereithält. 

+++ 13.14 Uhr: Flughafen in Brisbane evakuiert: Polizei schießt Mann nieder +++

Am Flughafen der ostaustralischen Stadt Brisbane hat die Polizei laut Medienberichten einen Mann niedergeschossen, nachdem er mit einem Messer und einer vermeintlichen Bombe gedroht hatte. Die Zeitung “The Courier Mail” berichtete online, der Mann sei mit einer Metallschachtel, aus der Drähte hervorlugten, in den Abflugbereich gegangen und habe gesagt, dies sei eine Bombe. Er habe laut Augenzeugen außerdem versucht, seine Ex-Frau niederzustechen. Die Polizei des Bundesstaates Queensland teilte mit, dass ein Mann festgenommen wurde. Von den Polizisten und Passanten sei niemand verletzt worden. Sie bestätigte außerdem, dass der Flughafen evakuiert wurde. 

+++ 12.35 Uhr: Erdbeben erschüttert den Westen Indonesiens +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat den Westen Indonesiens erschüttert. Das Beben habe sich in einer Tiefe von zehn Kilometern in der Region der Mentawai Inseln in der Provinz West-Sumatra ereignet, erklärte die US-Erdbebenwarte USGS. Das Erdbeben sei besonders stark in der Stadt Tuapejat zu spüren gewesen, sagte Akmal, Leiter der örtlichen Rettungsbehörde. “Unsere Beamten beurteilen noch die Auswirkungen, aber bisher ist alles unversehrt”, sagte er. Es gab zunächst keine Berichte über Zerstörungen oder Opfer. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Bewohner der wichtigen Hafenstadt Padang kamen mit dem Schrecken davon. 

+++ 12.26 Uhr: China ruft USA und Russland zu Einigung bei INF-Vertrag auf +++

Die chinesische Führung hat die USA und Russland dazu aufgerufen, ihren Streit um den INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen zu überwinden. “Die chinesischen Seite lehnt den US-Rückzug ab und drängt die Vereinigten Staaten und Russland, ihre Differenzen durch einen konstruktiven Dialog beizulegen”, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, in Peking. ”Der einseitige US-Rückzug kann eine Serie negativer Folgen auslösen, und China wird die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten”, sagte Geng Shuang. China halte den INF-Vertrag für sehr bedeutsam, um die Spannungen zwischen den Weltmächten zu vermindern und den Frieden zu wahren, fügte er hinzu.

+++ 12.25 Uhr Frankfurter Dirigent Helmut Steinbach gestorben +++

Der langjährige Chefdirigent der Konzerte im Frankfurter Palmengarten, Helmut Steinbach, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Frau Erika Steinbach, Leiterin der AfD-nahen Erasmus-Stiftung, auf Anfrage. Helmut Steinbach war 40 Jahre Bestandteil des Frankfurter Musiklebens und dirigierte in dieser Zeit mehrere Tausend Konzerte in der Mainmetropole. Er starb am Dienstag, wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag.

+++ 11.45 Uhr: Kompromiss zur Grundsteuer-Reform stößt auf geteiltes Echo +++

Die von Bund und Ländern vereinbarten Eckpunkte zur Reform der Grundsteuer stoßen auf ein geteiltes Echo. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, zeigte sich am Samstag im Deutschlandfunk “zufrieden”. Die Einigung sei “klug”, weil sie verschiedene Interessen zusammenbringe. Der Kompromiss sei zudem “gerecht” und kein “Bürokratiemonster”. Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft (ZIA) befürchtet hingegen einen “hohen Verwaltungsaufwand” für Finanzverwaltungen und Unternehmen. “Mit einer solchen wertorientierten Grundsteuer droht Deutschland eine Bürokratie- und Streitwelle sowie eine in vielen Fällen starke Kostensteigerung gerade bei preiswert vermieteten Wohnungen in sonst teuren Lagen”, warnte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko.

Der am Freitag von Bund und Ländern erzielten Einigung zufolge sollen für die Bemessung der Grundsteuer künftig die Mietkosten, das Baujahr des Gebäudes und die Bodenrichtwerte herangezogen werden. Demnach soll die Bemessungsgrundlage bei Wohngrundstücken künftig an die durchschnittlichen Nettokaltmieten anknüpfen. Diese werden wiederum aus dem Mikrozensus des Statistisches Bundesamtes abgeleitet. Liegt die tatsächliche Miete aber unter dieser Durchschnittsmiete, soll dies bei der Berechnung berücksichtigt werden.

Die Bemessung der Grundsteuer muss nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bis Ende 2019 neu geregelt werden, weil die zur Berechnung nötigen Einheitswerte veraltet sind. 

+++ 11.15 Uhr: Scheuer steht zu Bahnchef Lutz +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich trotz aller Probleme bei der Deutschen Bahn klar zu Konzernchef Richard Lutz bekannt. “Der Vorstandschef der Bahn macht einen guten Job. Über Richard Lutz gibt es keine Diskussionen”, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). “Das Team Lutz muss die Bahn in den nächsten Monaten wieder fit machen.” Der seit 25 Jahren bei der Bahn tätige Manager kenne die Themen und “jede Zahl”.

Der bundeseigene Konzern steht vor allem wegen Unpünktlichkeit und Servicemängeln bei vielen Fernzügen unter Druck. Die Finanzierung wichtiger Investitionen ist auch nach mehreren Spitzentreffen des Managements mit Scheuer vorerst offen. Der Minister betonte, im Dezember 2018 seien fast 77 Prozent der Fernzüge pünktlich gewesen. “Ich hoffe sehr, dass dieser Wert in den nächsten Monaten mindestens gehalten wird.”

+++ 11.10 Uhr: Putin: Russland steigt nach USA ebenfalls aus INF-Abrüstungsvertrag aus +++

 Nach den USA steigt auch Russland aus dem INF-Abrüstungsvertrag aus. “Unsere amerikanische Partner haben angekündigt, ihre Teilnahme an dem Abkommen auszusetzen und wir setzen unsere Teilnahme auch aus”, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Samstag Präsident Wladimir Putin. Der bilaterale Vertrag aus dem Jahr 1987 verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. Washington und die Nato werfen Russland vor, mit seinem Marschflugkörper 9M729 gegen das Abkommen zu verstoßen, Russland bestreitet dies. Die USA hatten am Freitag den Austritt aus dem INF-Abkommen erklärt.     02-Putin setzt INF-Vertrag ebenfalls aus-5997744121001

Die Entscheidung war erwartet worden: Mit der Erklärung setzten die USA ihre Bindung an den Vertrag zunächst nur vorläufig aus; es beginnt damit eine sechsmonatige Frist, an deren Ende ohne eine neue Einigung die Kündigung formell in Kraft treten würde.     Putin sagte bei einem Treffen mit Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu weiter, Russland werde nicht länger Abrüstungsgespräche mit den USA anstoßen. “Wir werden warten, bis unsere Partner reif genug zu einem gleichberechtigten, sinnvollen Dialog über dieses wichtige Thema sind”, sagte er. 

+++ 11 Uhr: Hochwasser in Australien – Touristen mit Hubschrauber gerettet +++

Zwei deutsche und zwei Schweizer Touristen sind im Nordosten Australiens per Hubschrauber gerettet worden, nachdem sie in ihrem Autos von einem Hochwasser überrascht worden waren. Die vier seien unverletzt, meldete die australische Nachrichtenagentur AAP am Samstag. Ein Farmer sei den Urlaubern mit seinem privaten Helikopter zu Hilfe gekommen, als sie in den Fluten des über die Ufer getretenen Diamantina-Flusses in der Nähe von Middleton im Bundesstaat Queensland festsaßen.02-Land unter in Down Under-5997738809001

Nach einer ausgeprägten Dürre im vorigen Jahr hat es in weiten Teilen Queenslands in der vergangenen Woche heftig geregnet. Nach Angaben der Meteorologen schüttete es im Norden Queensland in nur acht Tagen mehr als sonst im ganzen Jahr. Schwere Schäden wurden aus der Küstenstadt Townsville vis-à-vis des Great-Barrier-Riffs gemeldet, wo der Regen Sturzfluten und Erdrutsche auslöste.

+++ 10.42 Uhr: Ägyptische Luftwaffe tötet acht mutmaßliche Terroristen +++ 

Die ägyptische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben acht mutmaßliche Terroristen im Westen des Landes getötet. Die Zelle habe Terroranschläge geplant, “um das Land zu destabilisieren”, teilte Sprecher Tamer al-Refai am Samstag mit. Weitere mutmaßliche Terroristen seien verhaftet worden. Zudem seien drei Fahrzeuge, sowie Waffen und Munition zerstört worden. 

In den vergangenen Wochen haben die ägyptischen Sicherheitskräfte ihre Bemühungen im Kampf gegen mutmaßliche Terroristen verstärkt und zahlreiche Menschen getötet. Seit dem Sturz des demokratisch gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi kommt es immer wieder zu Anschlägen.

+++ 10.13 Uhr: Deutsche Umwelthilfe argumentiert bei Tempolimit mit alten Zahlen +++

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begründet ihre Forderung nach Tempo 80 auf Landstraßen und 120 auf Autobahnen mit Daten, die bereits mehr als 25 Jahre alt sind. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch argumentiert, mit solchen Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten bis zu fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden. Auf Nachfrage des “Spiegel” räumte er ein, dass sie sich dabei auf eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) von 1999 bezieht.  

Der eingesparte Anteil an den gesamten CO2-Emissionen von Pkw hätte durch ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen drei Prozent betragen, bilanzierte die UBA-Studie. Die dieser Analyse zugrunde liegenden Daten sind jedoch 26 Jahre alt. Verkehrsaufkommen, Kfz-Technik und Fahrverhalten hätten sich seitdem geändert, erklärte das Umweltbundesamt dem “Spiegel”-Bericht zufolge. Es hält deshalb eine “Aktualisierung für dringend notwendig”.    

Resch gibt an, seine Zahl auf Basis der gestiegenen Gesamtfahrleistung und der möglichen Einsparung durch Tempo 80 auf Landstraßen “vorsichtig hochgerechnet” zu haben. Er wäre “sehr froh, wenn es endlich neue Erhebungen über die tatsächlichen Geschwindigkeiten auf Autobahnen” gäbe.   

+++ 8.52 Uhr: Venezuelas selbsternannter Präsident Juan Guaidó umwirbt China +++

Venezuelas selbsternannter Präsident Juan Guaidó hat sich für eine “konstruktive Beziehung” zu China ausgesprochen. Er sei bereit, “so bald wie möglich” mit Peking in den Dialog zu treten, zitierte die Zeitung “China Morning Post” Guaidó in ihrer Samstagsausgabe. Zudem versprach der oppositionelle Parlamentspräsident dem Hauptkreditgeber seines Landes, bilaterale Abkommen zu respektieren. “Chinas Unterstützung wird sehr wichtig sein bei der Förderung unserer Wirtschaft und der künftigen Entwicklung.”    

Guaidó schien mit seinen Äußerungen die Frage aus dem Weg räumen zu wollen, ob sein Machtkampf mit Präsident Nicolás Maduro die Beziehungen mit China beeinträchtigen könnte. Der linksnationale Maduro hatte bei einem Besuch in China im September Abkommen im Energiesektor und für den Goldabbau abgeschlossen.      Im Machtkampf in Venezuela hatten die USA, Kanada und mehrere rechts regierte lateinamerikanische Staaten Guaidó unmittelbar nach seiner Selbstproklamation zum Interimsstaatschef am 23. Januar anerkannt. Maduro wiederum wird von Russland, Bolivien, Kuba und Nicaragua unterstützt. China hat sich bisher offiziell geweigert, Partei zu ergreifen, galt aber bisher als Unterstützer Maduros.    

Dessen Gegenspieler Guiadó sprach sich gegenüber der “China Morning Post” dann auch für einen Neustart in der Beziehung mit Peking aus, “basierend auf gegenseitigem Respekt und Miteinander”. Die Volksrepublik hat Venezuela in den vergangenen zehn Jahren Kredite in Höhe von 60 Milliarden Dollar (52,4 Milliarden Euro) gewährt. Das südamerikanische Land stottert seine Verbindlichkeiten mit Öllieferungen ab.    

Chinas Außenministerium hatte am Freitag erklärt, Peking sei bereit, “allen Parteien auf halbem Wege entgegenzukommen”. Die langjährige Zusammenarbeit werde nicht beschädigt, “egal, wie die Situation sich verändert”, sagte ein Sprecher. 

+++ 6.52 Uhr: Maas warnt die SPD vor Personalspekulationen um Gabriel +++

Angesichts der Diskussion über eine Rückkehr des früheren SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel auf die politische Bühne hat Außenminister Heiko Maas seine Partei vor Personaldebatten gewarnt. Die Bürger “erwarten, dass wir vernünftig regieren – zu Recht”, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). “Ich glaube, die Menschen haben weniger ein Interesse an Personaldebatten.” Auf die Frage, ob er Parteichefin Andrea Nahles zutraue, die SPD aus dem Umfragetief zu führen, antwortete Maas: “Natürlich.” Altkanzler Gerhard Schröder (CDU) hatte sich zuvor kritisch über Nahles geäußert und sich für eine Rückkehr Gabriels stark gemacht. Gabriel sei “vielleicht der begabteste Politiker, den wir in der SPD haben”, sagte Schröder dem “Spiegel”. Der derzeitigen Parteichefin warf Schröder “Amateurfehler” vor. Auch der bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post hatte sich für die Rückkehr Gabriels in die erste Reihe ausgesprochen. “Der Altkanzler hat Recht”, sagte er “Focus Online”. Er selbst bekomme von vielen zu hören: “So kann es mit uns und Andrea Nahles nicht weitergehen.” Das sei auch seine Meinung, sagte Post.

+++ 6.01 Uhr: Hass-Flut gegen die Justiz im Fall Sami A.: Verdächtiger ermittelt +++

Nach einer Flut von Beleidigungen und Drohungen gegen das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wegen des Islamisten Sami A. ist ein erster Verdächtiger ermittelt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Essen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nähere Angaben zu der Person machte die Behörde nicht. 

Die Staatsanwaltschaft Essen überprüft seit dem Sommer vergangenen Jahres 27 Mails und Briefe. Darin stünden Todesdrohungen, Beleidigungen, rechtsradikale Äußerungen und Verherrlichungen des Nationalsozialismus, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Anette Milk. Die Suche nach weiteren Absendern dauere an. 

+++ 4.44 Uhr: Meteorit geht mit Blitz und lautem Knall über Kuba nieder +++

Der Einschlag eines Meteorits hat am Freitag zahlreiche Menschen in Kuba erschreckt. Der Himmelskörper ging begleitet von einem explosionsartigen Knall und blitzartigem Leuchten über dem Westen des Inselstaats nieder, wie das Nationale Institut für Geophysik mitteilte. Besorgte Anwohner berichteten am Nachmittag in sozialen Medien von dem ungewöhnlichen Phänomen. Viele Menschen liefen auf die Straße, um nachzusehen, was am Himmel los ist.    

Schäden richtete der Meteorit nach Behördenangaben offenbar nicht an. Er sei beim Eintritt in die Erdatmosphäre in mehrere Teile zerbrochen, der größte Teil davon sei 20 bis 30 Zentimeter groß. Dem Geophysischen Institut zufolge handelte es sich bei dem unerwarteten Besucher aus dem All um einen Steinbrocken mit Eisen-, Nickel- und Magnesiumbeimischung. 

+++ 4.25 Uhr: Konsequenzen nach Skandal um verunreinigte Blutdrucksenker +++

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) zieht Konsequenzen aus dem Skandal um verunreinigte Blutdrucksenker. Unternehmen, die Blutdrucksenker auf Basis von Sartanen – einer bestimmten Art von Wirkstoffen – herstellen, müssen ihre Herstellungsprozesse überarbeiten, teilte die Behörde mit. Nach einer Übergangszeit von zwei Jahren dürfen Arzneimittel, die in der EU auf den Markt kommen, keine quantifizierbaren Mengen von Nitrosaminen mehr enthalten. Zunächst hatte der MDR darüber berichtet. 

Mitte 2018 war bekannt geworden, dass bestimmte Chargen von Blutdrucksenkern mit potenziell krebserregenden Nitrosaminen verunreinigt waren. Nach einer Schätzung der Bundesregierung könnten 2017 rund 900 000 Patienten verunreinigte Mittel eingenommen haben. 

Das zusätzliche Krebsrisiko, das durch die verunreinigten Medikamente entsteht, sei sehr gering, hieß es von der Ema. Die Behörde rechnet vor: Würden 100 000 Patienten über sechs Jahre die maximal erlaubte Dosis eines besonders stark mit dem Stoff NDMA verunreinigten Blutdrucksenkers nehmen, könnte es zu 22 zusätzlichen Krebsfällen kommen.

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