Nachrichten aus Deutschland: Zwei Väter prügeln sich vor Grundschule mit Messer und Eisenstange krankenhausreif

Brühl: Zwei Väter prügeln sich vor Grundschule krankenhausreif

In Brühl bei Köln ist ein Streit zwischen zwei Vätern vor einer Grundschule in einer Prügelei geendet. Wie die Polizei berichtet, hatten der 22-Jährige und sein 37-jähriger Kontrahent zuvor ihre Kinder zur Schule gebracht. Vor der Grundschule hätte es dann zunächst eine verbale Auseinandersetzung gegeben, heißt es im Bericht. “Zwischen beiden Familien bestanden seit geraumer Zeit Streitigkeiten”, teilen die Beamten mit. 

Der Streit eskalierte durch den Einsatz einer Eisenstange und eines Messers. Polizisten trennten die Männer, die sich gegenseitig beschuldigten. Die eingesetzten Waffen wurden sichergestellt, die Streithähne verletzt zur ambulanten Behandlung in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Gegen beide laufen nun Strafverfahren.

Dortmund: 17-Jährige muss sechs Jahre ins Gefängnis 

Nach einem tödlichen Streit in einem Dortmunder Parkhaus ist eine 17-jährige Schülerin zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Die Richter des Dortmunder Landgerichts bestraften die Angeklagte am Mittwoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. 

Vor rund einem Jahr soll die damals 16-Jährige eine ein Jahr jüngere Bekannte mit einem Messer attackiert haben, nachdem es zu einem Streit zwischen den beiden deutschen Jugendlichen gekommen war. Ein Stich hatte dabei das Opfer ins Herz getroffen. Die 15-Jährige erlag damals im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die gesamte Hauptverhandlung fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Neustadt an der Orla: Rettungshubschrauber bleibt bei Landeanflug hängen

Im thüringischen Neustadt an der Orla hat sich durch ein Missgeschick beim Landeanflug eines Hubschraubers die Rettungsaktion für einen Achtjährigen verzögert. Wie die Polizei berichtet, war der Junge zuvor bei einem Verkehrsunfall schwer am Kopf verletzt worden. Der Hubschrauber sollte ihn in die Klinik fliegen.

Der Pilot übersah jedoch bei der Landung auf einem nahegelegenen Skatepark eine Stange kurz über am Boden und landete darauf. “Dadurch kippte der Hubschrauber nach hinten und kam mit einem Schutzblech des Heckrotor auf den Boden. Dieses Blech wurde dabei leicht beschädigt”, teilt die Polizei mit. Außerdem verhakte sich die Kufe an der Stange, welche daraufhin von der Feuerwehr abgeschnitten wurde.

Da nicht unmittelbar vor Ort geklärt werden konnte, ob der Hubschrauber noch flugfähig war, wurde ein zweiter angefordert, der das schwer verletzte Kind ins Krankenhaus flog. Laut Polizei schwebt das Kind nicht in Lebensgefahr.

Kassel: 24 Tonnen Schokolade stürzen nach Lkw-Unfall Böschung hinab

Bei einem Lastwagenunfall sind am Valentinstag nahe dem hessischen Kassel 24 Tonnen Schokolade eine Böschung hinabgestürzt. Der Fahrer eines Sattelschleppers überfuhr am Donnerstag eine Leitplanke an der Autobahn 44 und stürzte mit seinem voll beladenen Laster die Böschung hinunter, wie die Polizei mitteilte. Der 53-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt.    

Die Leitplanke wurde auf hundert Metern beschädigt. Der Lastwagen stürzte rund 20 Meter tief und blieb auf der Seite liegen. Die Wasserbehörde wurde verständigt, weil die Gefahr bestand, dass Treibstoff aus dem verunfallten Fahrzeug fließt. Für den Einsatz wurde die A44 in Richtung Dortmund für eine Stunde voll gesperrt. Die Bergung des Sattelzugs sollte erst am Abend erfolgen, dann sollte die Autobahn erneut gesperrt werden.

Chemnitz: 18-Jähriger tödlich angefahren – Autofahrer flüchtet

Ein 18-Jähriger ist auf einer Landstraße im sächsischen Erzgebirgskreis nachts angefahren und tödlich verletzt worden. Der Jugendliche lief in der Nacht zum Donnerstag auf einer Straße zwischen Marienberg und Zschopau am Fahrbahnrand, als er offenbar von einem Auto erfasst und in den Straßengraben geschleudert wurde, wie die Polizei in Chemnitz mitteilte. Der Fahrer flüchtete nach dem Unfall, ohne sich um den jungen Mann zu kümmern.    

Bundespolizisten fanden den leblosen 18-Jährigen später und verständigten die Rettungskräfte. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Manns feststellen. Die Polizei sucht nun nach dem Unfallfahrer und einem Wagen, der vorn rechts oder am rechten Außenspiegel durch den Zusammenstoß mit dem Fußgänger beschädigt wurde.

Koblenz: Raser überholt Polizei auf Bundesstraße mit Tempo 200

Mit Tempo 200 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer ist ein Autofahrer bei Koblenz erwischt worden. Pech für den 30-Jährigen: Er hatte auf der Bundesstraße 9 ausgerechnet ein Zivilfahrzeug der Polizei regelwidrig rechts überholt und dabei enorm aufs Gaspedal getreten. Die Beamten zeigten den Raser nach Polizeiangaben vom Mittwoch an – er ist wohl seinen Führerschein los.

Arnsberg: Ermittler suchen Ursache des Wohnhausbrandes mit drei Toten

Nach dem Wohnhausbrand mit drei Toten in Arnsberg wollen Ermittler die noch ungeklärte Brandursache herausfinden. Dabei soll ein Brandgutachter helfen, den die Staatsanwaltschaft Arnsberg beauftragt hat, wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an. 

Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Obergeschoss des Hauses aus und breitete sich auf das Dach aus. Drei männliche Bewohner kamen ums Leben. Feuerwehrleute fanden sie leblos in dem brennenden Haus.

Eine dichte Rauchsäule zog vom Brandort in Richtung eines Wohngebiets. Das Haus liegt in einem Industriegebiet nahe eines lokalen Bahnhofs. Rund 90 Einsatzkräfte rückten aus.

 Nachrichten von Mittwoch, den 14. Februar

Pflegerin soll Verstorbene um ihr Vermögen betrogen haben

Eine Pflegerin aus Berlin soll mit der Hilfe von zwei Komplizen eine verstorbene 95-Jährige um zwei Millionen Euro erleichtert haben. Mit Hilfe einer Vollmacht habe die 72-Jährige die Frau um ein Vermögen betrogen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden wegen des Verdachts am Mittwoch neun Objekte in der Hauptstadt und in Brandenburg durchsucht. Ermittelt werde wegen bandenmäßigen Betrugs und Untreue.

Die als Haupttäterin angesehene 72-jährige Pflegerin sowie ihre 41 und 48 Jahre alten Gehilfen würden verdächtigt, eine erteilte Bankvollmacht missbraucht und die Seniorin um ihr komplettes Vermögen gebracht zu haben. Es wurden demnach umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt und Konten eingefroren.

 Ein Großteil des Vermögens sei so gesichert worden, hieß es. Auch seien Gegenstände beschlagnahmt worden, die von weiteren Opfern stammen könnten. Die Ermittlungen führen das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Berlin. An den Durchsuchungen waren auch die Brandenburger Polizei und der Zoll beteiligt.

Bochum: Tödlicher Überfall – Polizei setzt Belohnung aus

Nach dem Überfall bei dem ein Hauseigentümer erstickt wurde, hat die Polizei in Bochum eine Belohnung in Höhe von 4000 Euro ausgesetzt. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, bittet die Staatsanwaltschaft um Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen. Der Überfall ereignete sich bereits am 4. Februar. Die Bewohnerin kam mit ihrem Lebensgefährten gegen 15.30 Uhr nach Hause. Während sich ihr Lebenspartner noch im Garten aufhielt, traf die Frau im Hausflur plötzlich auf die beiden maskierten und dunkel gekleideten Einbrecher. Die gehbehinderte Frau wurde von den beiden Unbekannten zu Boden gebracht und mit Kleidungsstücken bedeckt. Zwei Stunden lang durchsuchten die Männer alle Etagen intensiv nach Beute. Als sie keine Geräusche mehr hörte, verständigte die 71-Jährige völlig verängstigt die Polizei. Die Beamten fanden den 68-jährigen Lebensgefährten vielfach gefesselt und regungslos auf dem Boden liegen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Wie die Obduktion ergab, verstarb er noch am Tatort eines nicht natürlichen Erstickungstodes. Trotz mehrerer Hinweise konnten die Täter noch nicht gefasst werden. “Die “Mordkommission Hordel”, die rund um die Uhr unter der Rufnummer 0234 / 909-5036 zu erreichen ist, bittet weiterhin um Hinweise. Auch jede noch so kleine Beobachtung kann zur Aufklärung dieses brutalen Verbrechens führen!”, meldet die Polizei.

Bochum Einbruch Mord_16.20

Walldorf: Polizei stoppt Lkw-Fahrer mit 2,3 Promille

Der hatte aber ordentlich getankt: Im baden-württembergischen Walldorf hat die Polizei auf der A6 einen betrunkenen Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Wie die Beamten am Mittwochmorgen mitteilten, fiel der Mann gegen 17.40 Uhr einem Zeugen auf, weil er ihm in deutlichen Schlangenlinien hinterher fuhr. An der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt stoppten die Beamten den 53-Jährigen und stellten starken Alkoholgeruch bei ihm fest. Ein auf der Wache durchgeführter Test ergab einen Wert von 2,3 Promille. Sein Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden einbehalten. Der 53-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr rechnen.

 Nachrichten von Dienstag, den 12. Februar

Raubling: Kindesentführung dank Kennzeichenerkennung gestoppt

Datenschützern ist die automatische Kennzeichenerkennung ein Dorn im Auge. In Raubling bei Rosenheim (Bayern) hat das System am Sonntagmorgen zur Verhaftung eines per Haftbefehl gesuchten Elternpaars geführt. Die beiden Dänen hatten ihr eigenes Kind, für das ihnen das Sorgerecht entzogen worden war, teilweise unter Anwendung von Gewalt aus einer Einrichtung in Dänemark geholt und waren in Richtung Süden geflüchtet. Dänische Behörden hatten das Paar und ihr Fahrzeug daraufhin international zur Fahndung ausgeschrieben.

Ein von der Grenzpolizei Raubling eingesetztes Kennzeichenerkennungsgerät schlug dann am Sonntag Alarm, wenig später konnten Beamte den Wagen anhalten und die 20 und 34 Jahre alten Eltern verhaften. Der sechs Monate alte Säugling der beiden sei unbeschadet in die Obhut des zuständigen Jugendamts übergeben worden, teilte die Polizei mit.

Zeil am Main: Junge erkennt mutmaßlichen Vergewaltiger wieder

Im unterfränkischen Zeil am Main hat ein neun Jahre alter Junge am vergangenen Mittwoch einen Mann wiedererkannt, der ihn im Januar zwei Mal vergewaltigt haben soll. Eine sofort alarmierte Streife nahm den 25-jährigen Tatverdächtigen noch am selben Tag (6. Februar) vorläufig fest, wie die Beamten am Montag mitteilten. Demnach führte der Mann bei seiner Festnahme unter anderem eine Luftdruckpistole sowie ein Einhandmesser mit sich. Seit vergangenem Donnerstag sitze der 2013 wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu einer Jugendhaftstrafe Verurteilte in Untersuchungshaft, heißt es.

Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, den Neunjährigen im Januar auf der Straße angesprochen und im weiteren Verlauf schwer sexuell missbraucht zu haben. Dabei soll es in zwei Fällen auch zur Vergewaltigung des Kindes gekommen sein. Das Opfer hatte sich laut Polizei nach der zweiten Tat seiner Mutter anvertraut, die daraufhin Anzeige erstattete. Seither wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt.

Am Mittwoch letzter Woche erkannte der Neunjährige seinen mutmaßlichen Peiniger dann auf offener Straße wieder, sodass es zur Festnahme kam.

Berlin: Drogenabhängiger sucht Diebesgut – in einem Büro des LKA

Auf der Suche nach Diebesgut ist ein Drogenkonsument zunächst unbemerkt in das Berliner Landeskriminalamt (LKA) marschiert. Der 45-Jährige wurde am Montag in einem kurzfristig nicht besetzten Büro entdeckt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zu dem offenbar geplanten Diebstahl kam es nicht. Gegen den Mann wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt.    

Offenbar gelangte der 45-Jährige über einen Eingang ins LKA, der in einen für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Gebäudekomplex führt. Die Sicherheitslücke wurden nach Polizeiangaben geschlossen.

Owschlag: Auto gerät auf Gleise – Behinderungen im Zugverkehr

Eine Autofahrerin ist in Schleswig-Holstein mit ihrem Auto auf eine Bahnstrecke geraten und hat eine Sperrung verursacht, von der mehr als 20 Züge betroffen waren. Nach Angaben der Bundespolizei vom Dienstag verlor die 56-Jährige in Owschlag auf einer parallel zu den Gleisen verlaufenden Straße die Kontrolle über ihren Wagen.    

Sie fuhr auf die Gleise und blieb stecken. Der Lokführer eines Zugs auf dem Gegengleis bemerkte das Malheur und schlug Alarm. Polizisten fuhren zum Ort des Geschehens, ein Abschleppwagen musste das Auto bergen. Die Fahrerin blieb unverletzt, wie die Beamten in Flensburg mitteilten. Die Bahnstrecke zwischen Neumünster und Flensburg war wegen des Vorfalls vom Montagabend eineinhalb Stunden lang gesperrt. 23 Züge waren betroffen.

Münster: Kind ist 70 Kilometer ohne Schuhe und in nassen Socken unterwegs

Am Hauptbahnhof Münster haben Beamte der Bundespolizei ein neunjähriges Kind in Empfang genommen. Wie die Beamten am Dienstagmorgen mitteilten, meldete sich am Montagmittag gegen 13.30 Uhr der Zugbegleiter eines Regionalexpress und erklärte, dass auf der Fahrt von Wanne-Eickel nach Münster Westfalen ein allein reisendes Kind ohne Schuhe mitfährt. Beamten nahmen den Jungen, dem aufgrund der fehlenden Schuhe und den völlig durchnässten und durchlöcherten Socken sichtlich kalt war, mit auf die Wache und gaben ihm einen heißen Kakao. Schnell fanden sie heraus, dass er aus einem Kinderheim in Herne ausgebüxt war, da er sich mit einem konsequent belegten Fernsehverbot absolut nicht einverstanden erklären konnte. Der Neunjährige entschloss sich daraufhin für einen “Protestzug” zum Bahnhof Wanne-Eickel und weiter in das mehr als 70 Kilometer entfernte Münster. Über die Bahnhofsmission Münster organisierten die Bundespolizisten warme Socken und Schuhe. Ein Erzieher holte das Kind schließlich ab.

Schwerin: 17-Jährige wird nach Instagram-Streit attackiert

Eine 17-Jährige ist in Schwerin von zwei Jugendlichen beleidigt und tätlich angegriffen worden. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, kam es zuvor zwischen den Beteiligten zu einem Streit auf der Social-Media-Plattform Instagram. Die beiden Tatverdächtigen aus dem Landkreis Ludwigslust/Parchim wurden von den Beamten am Samstagabend gegen 19.15 Uhr in der Nähe des Tatorts, der Marienplatzgalerie, aufgegriffen, sie stritten die Tat jedoch ab und erklärten, es habe keine Auseinandersetzung gegeben. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Weißwasser: Drei Kängurus aus Tierpark vermutlich gerissen

Im Landkreis Görlitz (Ostsachsen) sind in einem Tierpark drei Kängurus gerissen worden. Ein Mitarbeiter des Tierparks Weißwasser fand ein totes Tier in der Nacht zum Samstag in seinem Gehege, wie die Polizei Görlitz am Montag mitteilte. In der Nacht davor hatten Tierpfleger bereits zwei tote Kängurus entdeckt. Den Spuren an den Tieren nach wurden sie gerissen. Wie der MDR berichtet, soll Experten zufolge ein Fuchs für den Tod der Tiere verantwortlich sein. Tierparks hätten immer wieder mit wildernden Füchsen zu tun. Enten und Störche würden daher nachts in den Stall gesperrt. Bei der Känguru-Anlage schalte sich abends ein Elektrozaun an, an dem es jedoch nach Untersuchung des Vorfalls zwei fehlerhafte Stellen entdeckt worden seien.

Horb: Fußballer retten Mann aus brennendem Gebäude

Im baden-württembergischen Horb hat eine Fußballmannschaft einen Mann aus einer brennenden städtischen Unterkunft gerettet. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten die Fußballer am Montagabend das Feuer und holten den 54-Jährigen aus seiner Wohnung, die bereits in Flammen stand. Kurz darauf breitete sich der Brand im gesamten Obergeschoss aus. Der gerettete Bewohner und ein 19 Jahre alter Helfer atmeten giftigen Rauch ein und kamen ins Krankenhaus. Ein weiterer Bewohner erlitt Schürfwunden. Die Feuerwehr löschte den Brand in Horb, einer kleinen Stadt am Neckar. Der Schaden beträgt rund 50.000 Euro. Der 54-Jährige habe das Feuer möglicherweise durch fahrlässiges Handeln selbst entfacht, hieß es.

 Nachrichten von Montag, den 11. Februar

München: Schäferstündchen in fremdem Auto findet jähes Ende

Manchmal muss es halt einfach schnell gehen – auf das Ende ihres Schäferstündchens hätte in junges Paar ein München aber sicher gern verzichtet: Wie die Polizei berichtet, hatten sich ein 27-Jähriger und eine ein Jahr jüngere Frau für ihr Tête-à-Tête ein fremdes und unverschlossen geparktes Auto ausgesucht, indem sie sich dann plötzlich eingesperrt vorfanden.

Demnach hatten sich die beiden erst kurz zuvor in einer Diskothek kennengelernt, teilte die Beamten am Montag mit. Auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen am Sonntagabend in der Münchner Innenstadt hätten sie den Wagen entdeckt, der unverschlossen am Straßenrand stand. “Sie wollten einfach nur Spaß haben”, meinte die Polizei und schrieb auf Twitter: #wennspressiert und #caravanoflove.Tweet Polizei München

Das Vergnügen fand ein jähes Ende, als die Liebenden feststellten, dass sich die Autotüren von innen nicht mehr öffnen ließen. In ihrer Not alarmierten sie die Polizei, die sie mit Hilfe der Feuerwehr befreite. 

Was aus dem 27-Jährigen Münchner und seiner 26-jährigen Begleiterin aus dem Raum Starnberg wurde, war der Polizei nicht bekannt. “Wir wissen auch nicht, ob wir in neun Monaten nachberichten können”, sagte ein Sprecher. Unklar war zunächst auch, was der Besitzer des Autos zu dem Vorfall sagt. Sein Wagen musste nämlich abgeschleppt werden, weil sich die Türen nach der Befreiungsaktion nicht mehr schließen ließen.

Bergheim: Frau gesteht nach zehn Jahren Mord an Ehemann

In einem zehn Jahre alten Mordfall hat eine Kölner Mordkommission die Ehefrau des Opfers festgenommen. Wie die Polizei am Montagvormittag mitteilte, soll die 37-Jährige im Jahr 2008 ihren Ehemann umgebracht haben. Peter J. aus dem nordrhein-westfälischem Bergheim war damals im Alter von 46 Jahren spurlos aus seinem Lebensumfeld verschwunden und wurde nie als vermisst gemeldet. Am 19. Juni 2008 fand ein Spaziergänger damals am Ufer der Maas in der Nähe der belgischen Stadt Amay einen Toten, der in einen Plastiksack eingepackt war. Der Leichnam wies Stichverletzungen auf, Arme und Beine fehlten. An der rechten Schulter befand sich eine Tätowierung mit den deutschen Vornamen Sabine und Peter. Erst Ende 2018, nach einer wiederholten Ausstrahlung des Falls in der Fahndungssendung “Aktenzeichen XY ungelöst”, gelang belgischen Ermittlern der Nachweis, dass es sich bei dem gefundenen Torso um Körperteile von J. handelte. Da davon auszugehen war, dass die Leiche nur in Belgien abgelegt worden war, nahm die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen im Lebensumfeld des Getöteten auf. Nach einer mehrstündigen Vernehmung hat die 37-jährige Ehefrau des Opfers die Tat gestanden. Ein Haftrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Schönwald: Mädchen wird von Dachlawine verschüttet

Im Schönwald im Schwarzwald ist ein Mädchen von einer Dachlawine verschüttet und lebensgefährlich verletzt worden. Die Achtjährige wurde unter den Schneemassen vollständig begraben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Eltern und hinzugerufene Ersthelfer befreiten das Kind mit Schaufeln und versuchten es wiederzubeleben. Nach einer weiteren Versorgung durch Rettungskräfte wurde das Kind mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren auf dem Dach des Privathauses in der Gemeinde Schönwald im Schwarzwald keine Schneefanggitter angebracht. Ob die Fläche unterhalb des Hausdachs gesichert war, war zunächst unklar. Dies sei nun Gegenstand von Ermittlungen.

Freren: Hütte auf Campingplatz explodiert, weil Mann sich Zigarette anzündete?

Im niedersächsischen Freren ist es am Sonntagnachmittag auf einem Campingplatz zu einer Explosion gekommen. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, wurde ein 46-Jähriger dabei schwer verletzt. Die Schwester des Mannes bemerkte vor der Detonation Gasgeruch in der Holzhütte und öffnete gemeinsam mit ihrem Bruder die Fenster, damit das Gas, welches vermutlich aus einem Katalytofen ausströmte. Dann verließ sie die Hütte. Wenig später explodierte die Hütte und wurde dabei vollständig zerstört. Der 46-jährige Bewohner wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Er musste in ein Krankenhaus nach Lingen gebracht werden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte er sich unmittelbar vor der Detonation eine Zigarette angezündet. Ob die Explosion dadurch ausgelöst wurde, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt. 

Nachrichten Deutschland Freren

Edewecht: Navi lotst Audi-Fahrer in Küstenkanal

In Edewecht-Husbäke bei Oldenburg endete die Fahrt für einen Audi-Fahrer in einem Kanal. Wie die Polizei mitteilte, erhielten die Beamten am Sonntag gegen 18 Uhr einen Notruf, dass in Höhe eines Torfwerkes ein PKW in den Küstenkanal gefahren sein soll. Der Fahrer habe sich eigenständig aus dem Fahrzeug befreien können. Vor Ort erfuhren die Polizisten von dem 69-Jährigen, dass er von seinem Navigationssystem bei Dunkelheit und leichtem Regen im Kurvenbereich auf das Gelände eines Torfwerkes und dort neben einer Verladestation geradeaus über eine Hafenkante in den Küstenkanal gelotst wurde. Noch bevor der Wagen gesunken sei, habe er sich durch ein geöffnetes Seitenfenster befreien können. An Land hielt er ein vorbeifahrendes Auto an, dessen Fahrer schließlich den Notruf abgesetzt habe. Da der Audi mittlerweile vollständig gesunken und in dem trüben Wasser vom Ufer aus nicht mehr zu sehen war, wurden für die Such- und Bergungsarbeiten Einsatztaucher der DLRG angefordert. Zudem wurde der Schiffsverkehr gesperrt. Erst gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet.

Quellen: Presseportal Polizei 

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 21. bis zum 27. Januar finden Sie hier: Nachrichten aus Deutschland KW06

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