Nachrichten aus Deutschland: Missglücktes Überholmanöver – Autofahrer von Zaunlatte aufgespießt

Hausen: Autofahrer von Zaunlatte durchbohrt – tot

Ein missglücktes Überholmanöver wurde am Donnerstagmorgen auf der B16 bei Hausen (Unterallgäu) dem Fahrer eines Pkw zum Verhängnis. Als auch der Überholte ausscherte, musste er nach links ausweichen und kam dabei von der Fahrbahn ab. Wie die Polizei ermittelte, rutschte der Kombi eine längere Strecke den Straßengraben entlang und beschädigte einen Bretterzaun. Dabei löste sich demnach eine Zaunlatte. Diese durchschlug zunächst die Frontscheibe und traf dann den Fahrer, der dabei tödlich verletzt wurde. Die drei Mitinsassen des Wagens blieben unverletzt – mussten am Unfallort aber von Notfallseelsorgern betreut werden.

Stralsund: Haftstrafe für Missbrauch von Enkelinnen

Wegen des sexuellen Missbrauchs seiner drei Enkeltöchter ist ein 76-jähriger Mann vom Landgericht Stralsund zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht  sah es als erwiesen an, dass sich der Mann über mehrere Jahre hinweg an den heute neun, zwölf und 14 Jahre alten Mädchen verging. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert.

Der 76-Jährige bestreitet nach Angaben seines Verteidigers die Vorwürfe. Er schwieg in dem Prozess und ersparte damit den Mädchen die Aussage vor Gericht nicht. Tatorte seien vor allem eine Garage und eine Gartenlaube in Stralsund gewesen. Das jüngste Mädchen soll beim ersten Missbrauch sechs Jahre alt gewesen sein.

Wetzlar: Kind ohne Sicherung in Auto transportiert

Im hessischen Wetzlar hat die Polizei eine Autofahrerin erwischt, die ihr Kind ohne jegliche Sicherung auf dem Rücksitz transportierte. Die Frau muss Angaben der Beamten zufolge mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.

Waghäusel: Schulbusfahrer mit 2,5 Promille überm Lenkrad eingeschlafen

Für einen Busfahrer im badischen Waghäusel dürfte die Tour mit Schulkindern am Mittwoch für längere Zeit die letzte gewesen sein. Polizisten fanden den Mann am Straßenrand im Landkreis Karlsruhe über den Lenkrad seines Busses hängend. Er roch nach Alkohol und konnte sich laut Polizei während der Kontrolle kaum auf den Beinen halten. Die Messung ergab einen Atemalkoholwert von 2,5 Promille. Die etwa 15 Schüler, die er nach Hause bringen sollte, hatten sich demnach bereits zu Fuß auf den Heimweg gemacht. Einer von ihnen berichtete einem Passanten vom seltsamen Verhalten des Busfahrers. Dieser soll daraufhin die Polizei Karlsruhe verständigt haben.  

Wuppertal: Polizei rammt Pkw, drei Schwerverletzte

Ein Polizeiauto ist am Morgen in Wuppertal auf dem Weg zu einem Einsatz verunglückt. Laut Polizei war der Streifenwagen mit Blaulicht unterwegs und rammte auf einer Kreuzung ein anderes Fahrzeug.  Wie die “Bild” berichtet, wurden die drei Insassen – darunter auch ein Kind – schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden Beamten wurden leicht verletzt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 27. März:

Kirchberg an der Jagst: Hund gibt Urinprobe für Herrchen ab

Not macht erfinderisch – dumm nur, wenn man beim Schwindeln auffliegt: In Kirchberg an der Jagst (Baden-Württemberg) hat ein Autofahrer versucht, ihn kontrollierende Polizeibeamte hinters Licht zuführen. Demnach hatten sich bei dem 38-Jährigen der Verdacht erhärtet, dass er unter Drogen stand. Er sollte daraufhin eine Urinprobe abgeben, wie die Polizei am Mittwoch zu dem Vorfall vom 12. März schreibt.

Der Mann willigte auch ein, jedoch wollte es mit dem Wasser lassen zunächst und angeblich nicht so recht funktionieren. Nach einer Stunde unternahm der Autofahrer einen zweiten Versuch und holte hierzu auch seinen Hund aus dem Fahrzeug. Nicht ohne Hintergedanken, wie sich zeigte. Demnach hielt der Mann das Gefäß für die Probe kurzerhand unter den Vierbeiner, der offensichtlich weniger Probleme mit dem Pinkeln hatte. Dies fiel den Beamten jedoch sofort auf, der 38-Jährige wurde umgehend zur Blutentnahme gebeten. Nun, etwas mehr als zwei Wochen später, steht fest, dass die Polizisten einen guten Riecher hatten. Demnach stand der Mann zum Zeitpunkt der Kontrolle unter dem Einfluss von THC.

Er muss nun mit einer Geldstrafe, einem Fahrverbot und Punkten in Flensburg rechnen. Zudem prüfe die Führerscheinstelle, ob dem Mann der Führerschein mangels Eignung entzogen werden soll, heißt es.

Köln: Teenie-Schlägerinnen überfallen 80-jährige Frau

Zwei Teenager haben am Montag an einer U-Bahnstation in Köln-Kalk eine 80-Jährige angegriffen und versucht, ihr die Handtasche zu entreißen. Augenzeugen berichteten, die beiden Mädchen seien zwischen zwölf und 14 Jahre alt gewesen. Wie die Polizei mitteilte, war die Seniorin auf dem Weg in ein Einkaufszentrum, als sie in der Zwischenebene des Bahnhofs an einer lärmenden Gruppe Teenager vorbeilief. Plötzlich seien die zwei Mädchen auf die Rentnerin zugestürmt. Demnach versuchten sie, ihr die Handtasche zu entreißen. Als sich die 80-Jährige mit Schlägen und Tritten wehrte, riss das Duo sie an ihrer Kleidung zu Boden. Danach ließen sie von ihr ab und flüchteten ohne Beute. Die Polizei sucht nun zwei Männer, die dem Opfer zu Hilfe eilten. Einer soll den Mädchen noch gefolgt sein – sie entkamen aber unerkannt. Hinweise bitte unter 0221-2290.

Düsseldorf: A3 für Hochzeitsfotos blockiert – Zeugen geben Hinweise auf Tatverdächtige

Nachdem am vergangenen Freitag mehrere Angehörige einer Hochzeitsgesellschaft auf der A3 bei Ratingen den Verkehr gezielt abbremsten und die Fahrbahn blockierten, um dort Fotos einer driftenden Luxus-Karosse zu machen, sieht sich die Polizei auf gutem Wege, die tatverdächtigen Fahrer identifizieren zu können.

Man habe in den vergangenen Tagen Dutzende Hinweise von Zeugen erhalten, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der “Rheinischen Post”. “Keiner der Beteiligten sollte sich sicher davor fühlen, demnächst eine Vorladung zu bekommen”, führte der Sprecher aus, der aber auch hoffte, dass einer der Gesuchten vielleicht den Mut habe, “zur Polizei zu gehen und zu sagen: ‘Ich war’s'”. Demnach gehen die Beamten von fünf Hauptakteuren aus. Konkret gesucht wird dem Bericht zufolge unter anderem nach zwei Porsche-Fahrern.

Die Polizei hatte am Freitag nach Bekanntwerden des Falls einzelne Fahrer aus dem Korso gestoppt und kontrolliert. Sie hätten die Beamten wissen lassen, diese bräuchten sich keine Gedanken zu machen, man “kenne einen guten Anwalt”. Alle hätten abgestritten, etwas falsch gemacht zu haben, oder angegeben, bereits mit ihren Anwälten telefoniert zu haben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Nötigung und der Verkehrsgefährdung.

Weiden: Raser mit Tempo 231 geblitzt

Mit rekordverdächtigem Tempo 231 ist ein Autofahrer aus Sachsen in der Oberpfalz geblitzt worden. Erlaubt waren auf dem Streckenabschnitt lediglich 120 Kilometer pro Stunde, wie die Polizei mitteilte. Der Mann war den Beamten auf der Autobahn 93 bei Weiden aufgefallen, aber erst in Regensburg konnten sie den 600 PS starken Wagen stoppen. Der Autofahrer muss nun mit einer Geldbuße von 1200 Euro rechnen. Zudem muss er für drei Monate den Führerschein abgeben und er erhält zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei.

Bottrop: Nach Bombendrohung: 19-Jähriger soll für Polizeieinsatz zahlen

Fünf Monate nach der Bombendrohung gegen einen Freizeitpark in Bottrop hat die Polizei ihre Rechnung an einen 19-Jährigen geschickt. Der junge Mann soll für den Polizeieinsatz 22.156,75 Euro zahlen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen den Teenager erhoben. Die Ermittler werfen ihm Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor. Die “Recklinghäuser Zeitung” hatte zuerst berichtet.

Der 19-Jährige soll im Oktober vergangenen Jahres dem Bottroper “Movie Park” telefonisch mit einer Bombe gedroht haben. Etwa 10.000 Menschen mussten das Parkgelände daraufhin verlassen. Die Polizei konnte schnell Entwarnung geben. Die Inhalte des Anrufs seien “frei erfunden”, hatten die Ermittler mitgeteilt. Hintergrund der Drohung sei ein privater Streit gewesen.

Zusätzlich erwägen die Betreiber des Freizeitparks, den jungen Mann zur Kasse bitten. “Unser Anwalt hat Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragt. Wir befinden uns derzeit in der rechtlichen Prüfung, um dann gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte einzuleiten”, sagte eine Sprecherin.nachrichten deutschland – bombendrohung movie park

Hameln: Hund beißt Kleinkind Loch in die Wange

Im niedersächsischen Hameln ist ein Zweijähriger von einem Hund schwer im Gesicht verletzt worden. Angaben der Polizei zufolge biss das Tier dem Jungen ein Stück Fleisch aus der Wange. Das Kleinkind sollte zunächst per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, letztlich sei es nach dem Vorfall vom Mittwochmorgen jedoch per Rettungswagen in eine Spezialklinik nach Hannover transportiert worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nach bisherigen Ermittlungen hatte das Kind am frühen Morgen in einem Garten gespielt. Nachdem der Großvater des Jungen kurz ins Haus gegangen war, habe er plötzlich laute Schreie seines Enkels gehört, sagte die Sprecherin. Der Mann habe noch einen mittelgroßen und womöglich herrenlosen Hund durch das geöffnete Gartentor davonlaufen sehen. In einer Wange des Kindes klaffte ein Loch. Das herausgebissene Stück war unauffindbar.

Mannheim: Frau stirbt bei Unfall in Tiefgarage

In Mannheim ist eine 58 Jahre alte Autofahrerin bei einem Unfall in einer Tiefgarage ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, verlor die Frau am Dienstagnachmittag vermutlich in Folge eines Schlaganfalls die Kontrolle über ihr Fahrzeug, beschleunigte dieses stark und prallte frontal gegen einen Schrankenautomat. Trotz schneller Hilfe sei die Frau noch am Unfallort verstorben. Nun soll der Verkehrsunfalldienst den genauen Hergang des tragischen Vorfalls untersuchen.

Rostock: Weltkriegsbombe in Innenstadt erfolgreich entschärft

Der Munitionsbergungsdienst hat in Rostock eine 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Das teilte die Rostocker Polizei am Mittwoch mit. Vor der Entschärfung hatten am Morgen rund zehntausend Bewohner die Innenstadt der Hansestadt verlassen müssen. Die Evakuierung des Sperrgebiets wurde nach der Entschärfung aufgehoben.  

Die Bombe war bei Bauarbeiten in der Nähe einer stark befahrenen Hauptstraße entdeckt worden. Nach Angaben eines Stadtsprechers blieben im Umkreis von tausend Metern um den Fundort im Stadtzentrum herum Schulen und Kindergärten geschlossen. Der Straßenbahn- und Busverkehr in diesem Gebiet war für die Zeit der Bombenentschärfung eingestellt.

Aurich: SUV kracht gegen Baum und Bushaltestelle, Fahrer tot

Ein schwerer Verkehrsunfall am Dienstag bei Aurich endete für einen 36-Jährigen tödlich. Wie die Polizei der ostfriesischen Stadt mitteilte, habe der Fahrer eines SUV am Nachmittag aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Der Wagen sei zunächst gegen einen Baum und später gegen einen hölzerne Bushaltestelle gekracht. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass der Motorblock des mehr als zwei Tonnen schweren Autos herausgerissen wurde. Der Mann konnte nur noch tot aus dem Trümmerfeld geborgen werden.Audi-Wrack

Straubing: Ammoniak-Alarm im Eishockey-Stadion

Großeinsatz rund um das Eisstadion im niederbayerischen Straubing. Nachdem ein Bagger am Mittwochmorgen eine Leitung angebohrt hatte, lief eine größere Menge Ammoniak aus. dabei seien mindestens 14 Menschen verletzt worden. Die Verletzten klagten am Mittwoch nach Angaben der Polizei über Reizungen der Augen und der Atemwege. Zuvor hatte die Polizei von 60 Verletzten gesprochen. Einsatzkräfte brachten 118 Schüler und rund 130 Anwohner in Sicherheit. 

Der beißende Geruch verbreitete sich schnell im Bereich des Stadions am Hagen. Die Polizei riet Anwohnern deshalb bis auf Weiteres, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In dem Stadion tragen unter anderem die DEL-Profis der Straubing Tigers ihre Heimspiele aus.

Mönchengladbach: Frau versteckt 25 Kilo Kokain im Auto

Einen spektakulären Fund machten Bundespolizisten vergangene Woche bei einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn 61 bei Mönchengladbach. Die Beamten überprüften das Auto einer 39-Jährigen und stießen in einem Hohlraum auf 20 Pakete, befüllt mit insgesamt fast 25 Kilogramm Kokain. Der Polizei zufolge liegt der Straßenverkaufswert des Rauschgifts bei mehr als 1,2 Millionen Euro. Die Fahrerin des “millionenschweren” Wagens kam in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 26. März:

Nürnberg: Neunjähriger rettet kleine Schwester aus brennendem Auto

Ein neunjähriger Junge hat in Nürnberg seiner kleinen Schwester das Leben gerettet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, warteten die beiden Kinder im Auto auf ihre Mutter, die ein weiteres Geschwisterkind im Kindergarten abgeben wollte. Der Junge bemerkte dabei eine starke Rauchentwicklung, stieg aus und stellte fest, dass ein Hinterreifen des Autos in Flammen stand. Laut Polizeibericht, habe er daraufhin seine zwei Jahre alte Schwester abgeschnallt und aus dem Auto geholt. Als die Mutter aus der Kita zurückkam, konnte sie ihre beiden Kinder unversehrt in den Arm nehmen. Das Auto brannte komplett aus – der Sachschaden wurde zunächst auf ca. 10.000 Euro geschätzt.

Herdecke: Zwölfjährige Schülerin stürzt aus Fenster

In einer Realschule in Herdecke (Nordrhein-Westfale) ist am Dienstag eine Schülerin aus einem Fenster gestürzt. Die Zwölfjährige fiel sieben Meter in die Tiefe und blieb schwer verletzt aber ansprechbar liegen. Ein Hubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus – auch, um Rückenverletzungen auszuschließen. Das Mädchen war laut Polizei aus einem Fenster geklettert, um eine Frisbee-Scheibe zu erreichen, die nach einem Wurf von Mitschülern auf einer Art Vorsprung gelandet war. Dabei habe sie den Halt verloren und sei gestürzt. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Schüler, die Zeugen des Sturzes wurden.

Berlin: 81-Jährige verprügelt Raucher mit Holzlatte 

Mit einer dicken Lippe endete am Montag eine Auseinandersetzung zwischen einem Rentner und einem 61-jährigen Raucher. Letzterer hatte sich laut Bundespolizei am Berliner Bahnhof Friedrichstraße außerhalb einer Raucherinsel eine Zigarette angezündet. Als ihn ein 81-Jähriger darauf aufmerksam machte und dazu ermahnte, die Zigarette auszumachen, eskalierte die Situation. Der Ertappte rauchte unbeeindruckt weiter, worauf ihm der aufgebrachte Rentner mit einer Holzlatte ins Gesicht schlug und leicht an der Lippe verletzte. Ein Polizeisprecher sagte, der Mann habe das Holzstück zufällig dabei gehabt. Er sei auf dem Weg in seinen Garten gewesen. Der aggressive Angreifer muss nun mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen.

Ulm: Feuerwehr findet nach Wohnhausbrand zwei Leichen

In einem Wohnhaus in Unteressendorf bei Ulm (Baden-Württemberg) sind in der Nacht auf Dienstag zwei Menschen verbrannt. Wie die Polizei berichtet, wählte ein Zeuge gegen 2:30 Uhr den Notruf und meldete ein brennendes Haus. Bei den Löscharbeiten fanden Rettungskräfte zwei tote Personen, die bisher noch nicht identifiziert werden konnten. Der Sachschaden an dem unbewohnbaren Haus soll bei etwa 300.000 Euro liegen. 

Bremen: Clan-Razzia – 350 Beamte durchsuchen 22 Wohnungen 

Bei einer Razzia in Bremen und im niedersächsischen Umland haben hunderte Polizeibeamte am Dienstag 22 Wohnungen und Gebäude durchsucht. Laut Polizei handelte es sich bei dem Zugriff um einen Schlag gegen die Clan-Kriminalität. Hintergrund sind demnach Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Einsatz mit insgesamt 350 Beamten soll sich bis in den späten Vormittag gezogen haben. Sie beschlagnahmten dabei unter anderem eine Indoorplantage mit ca. 2000 Cannabispflanzen, mehrere Pkw, Rauschgift, eine Waffe mit Munition sowie mehrere tausend Euro Bargeld. Zwölf Personen wurden vorläufig festgenommen. Es soll sich um eine Bande handeln, die verdächtigt wird, professionell Cannabis anzubauen und damit zu handeln. Die Ermittlungen dauern an.

Hambach: Aktivisten bewerfen RWE-Mitarbeiter mit Fäkalien

RWE-Mitarbeiter sind am Montag bei Aufräumarbeiten im Hambacher Forst von Klimaaktivisten attackiert worden. Wie die Polizei mitteilte, sei ein Mann von einem Baumhaus-Bewohner mit Fäkalien sowie einem Bengalo beworfen worden. Zudem habe ein Stein die Heckscheibe eines RWE-Fahrzeugs durchschlagen.Tweet Polizei NRW 2

In einem Tweet postete die Polizei NRW Bilder beschmutzter Kleidung sowie ein Foto des beschädigten Fahrzeugs. Sie habe die Person auf dem Baum mehrfach aufgefordert, das Baumhaus zu verlassen. Man sei nicht mehr im Wald, um die noch vorhandenen Baumhäuser zu räumen, sondern lediglich, um die Personalien des Steine- und Fäkalienwerfers festzustellen. Am Dienstagmorgen teilte die Polizei mit, Bäume fällen zu müssen, um zum Aufenthaltsort des Mannes zu gelangen. Tweet Polizei NRW 3

Köln: Einbrecher vergisst Handy am Tatort und kommt zurück

Ein 25-Jähriger ist am Samstag in Köln in eine Wohnung eingebrochen und hat durch seine Vergesslichkeit maßgeblich zur eigenen Festnahme beigetragen. Wie die Polizei berichtet, gelangte der Mann zunächst durch ein gekipptes Fenster in die Wohnung. Anschließend durchwühlte er die Räume und lud währenddessen sein Smartphone am Tatort an einer Steckdose auf. Anschließend flüchtete er – vergaß aber sein Handy an der Steckdose. Als er dies bemerkte, kehrte er zurück, klopfte an das Fenster und teilte der inzwischen zurückgekehrten Inhaberin der Wohnung mit: “Mein Handy liegt noch in der Wohnung”. Anschließend flüchtete er – ohne Handy, aber mit zuvor erbeuteter Kreditkarte. Die Bewohnerin hatte in der Zwischenzeit die Polizei gerufen und beschrieb den Beamten den Mann. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolgreich. Bei dem Festgenommen handelt es sich den Beamten zufolge um einen polizeibekannten Einbrecher und Drogenkonsumenten.

Baunatal: 43-Jähriger in VW-Werk von Schrank erschlagen

Im VW-Werk im nordhessischen Baunatal ist am Montag ein Mitarbeiter einer Fremdfirma ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei und eines Werksprechers sei der Mann bei der Demontage einer Presse gestorben. Demnach kippte ein Schaltschrank für Strom auf den 43-jährigen Bulgaren. “Nach derzeitigen Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden”, so ein Polizeisprecher. Werkfeuerwehr und Gesundheitsschutz leiteten unmittelbar nach dem Unfall Rettungsmaßnahmen ein – konnten dem Mann aber nicht mehr helfen. Er verstarb noch am Unglücksort. 2015 war im gleichen Werk ein 21-Jähriger von einem Roboter tödlich verletzt worden.

Hannover: Zwölf Ticket-Automaten gesprengt – Polizei fasst vier Verdächtige 

Nach der Sprengung von zwölf Fahrkartenautomaten in der Region Hannover hat die Polizei vier Tatverdächtige gefasst. Die Männer sind 21 bis 34 Jahre alt, drei von ihnen kamen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Fahnder hatten am Freitag fünf Wohnungen in Sehnde, Lehrte und Burgdorf durchsucht und dabei Bargeld, Sprengmaterial sowie eine Banknoten-Kassette aus einem der Automaten beschlagnahmt. Allein der an den Automaten der Deutschen Bahn und der Hannoverschen Verkehrsbetriebe entstandene Schaden summiert sich auf 300.000 Euro. Ob die Ganoven bei allen binnen drei Monaten verübten Taten an Geld kamen und wie hoch die Beute ausfiel, sagten die Ermittler nicht.

Freilassing: 82-Jährige ertrunken, gelähmter Rentner gerettet

Gleich zwei Mal binnen zwei Stunden waren mehrere Wasserwachten am Freitag an Flüssen im Berchtesgadener Land im Einsatz. Zunächst wurden die Rettungskräfte zu einer Vermisstensuche an die Salzach gerufen. Während die Suchenden dort erfolglos blieben, ortete die Besatzung eines Polizeihubschraubers in der Saalach eine Rentnerin, die zuvor aus ihrer Wohngruppe in Piding verschwunden war. Die Wasserwacht konnte die dementiell erkrankte 82-Jährige nur noch tot aus dem Fluss bergen. Noch auf der Rückfahrt musste der Rettungswagen erneut ausrücken. An einem Überschwemmungsgraben der Saalach hatte ein 73-Jähriger die Kontrolle über seinen Elektro-Rollstuhl verloren und war ins Wasser gerollt. Passanten eilten zu Hilfe und retteten dem halbseitig gelähmten Mann damit vermutlich das Leben. Er lag bereits bis zur Brust im Wasser, wie die Polizei berichtete. Nach einer heißen Dusche bedankte sich der Rentner bei seinen Rettern: “Ich bin überwältigt, wie schnell mir geholfen wurde und wie viele Leute sofort da waren. Leider konnte ich mich nicht mehr bei allen bedanken, weil alles so rasch ging”, so der Gerettete.

Nachrichten aus Deutschland von Montag, 25. März:

Ratingen: Luxusautos blockieren A3 für Fotoshooting

Gleich mehrere Luxusautos eines Hochzeitskonvois haben am Freitag alle drei Fahrspuren der A3 bei Ratingen für den nachfolgenden Verkehr blockiert, um Fotos zu schießen. Wie die Polizei berichtete, driftete vor den stehenden Autos ein Luxuswagen mit quietschenden Reifen sogenannte Donuts während die Insassen der anderen Fahrzeuge Fotos machten. Die Beamten einer Zivilstreife, die wegen des eingeschalteten Warnblinklichts der Autos zunächst von einem Unfall ausgegangen waren, kamen mit Blaulicht zum vermeintlichen Unfallort. Daraufhin gaben die Fahrer der Luxuskarossen Gas und setzten ihre Fahrt fort. Zwei “Blockierer” stellte die Streife am Autobahnkreuz Ratingen-Ost. Die Insassen stritten demnach ab, Fehler gemacht zu haben und gaben an, einen guten Anwalt zu kennen. Die Polizei ermitteln bei allen Beteiligten des Autokorsos wegen Verdachts der Nötigung und Verkehrsgefährdung. Türkische Hochzeit A3 AK Ratingen Ost

Hannover: Mann zwingt Zehnjährige mit gezogener Waffe hinter Gebäude

Einen riesigen Schrecken hat ein Unbekannter am Freitag einer Schülerin und ihrer Mutter eingejagt. Wie die Polizei am Montag berichtete, habe der Mann das Mädchen auf dem Schulweg mit gezogener Pistole abgefangen und dazu gezwungen, ihn hinter ein Gebäude zu begleiten. Auf dem Weg dorthin gelang es der Zehnjährigen dann mit dem Handy ihre Mutter zu alarmieren. Die 44-Jährige sei beim Eintreffen dann ebenfalls mit der Waffe bedroht worden. Demnach habe der Unbekannte sie aufgefordert, das Kind loszulassen. Danach sei der Mann geflüchtet. Gegen ihn wird nun wegen Nötigung, Bedrohung und des Verdachts der versuchten Freiheitsberaubung ermittelt. Die Ermittler suchen nach einem Mann, der von Zeugen als 18 bis 25 Jahre beschrieben wurde. Mütze und Schal des mutmaßlichen Täters sollen in der Nähe des Tatorts gefunden worden sein.

Delitzsch: Buntmetalldieb stirbt nach Stromschlag in Trafohäuschen

Den Versuch, Kabel aus einem Trafohäuschen zu klauen, hat ein Mann im sächsischen Delitzsch mit dem Leben bezahlt. Der 41-Jährige, der das Buntmetall zu Geld machen wollte, erlitt nach Angaben der Polizei in der Nacht auf Montag einen tödlichen Starkstromschlag. Demnach berührte er beim Kappen der Kabel eine Hochspannungsleitung, auf der eine Spannung von bis zu 100.000 Volt anliegt. Zuvor war er mit einem 38-jährigen Komplizen und professionellem Werkzeug in das umzäunte Gelände eines verlassenen Biomasse-Kraftwerks eingestiegen. Der Begleiter alarmierte um 3 Uhr in der Nacht die Rettungskräfte und erlitt einen Schock. Die Einsatzkräfte mussten vor Ort den Strom abschalten, denn auch für sie bestand bei der Bergung akute Lebensgefahr.

Erlangen: Pkw rammt Lkw und flüchtet durch Rettungsgasse

Mit offener Motorhaube und zerstörtem Kühler ist ein Pkw-Fahrer am Freitag nach einem Auffahrunfall geflüchtet. Dabei nutzte er die Rettungsgasse, die sich im Stau auf der A3 gebildet hatte. Der Mann war zuvor auf einen Lkw aufgefahren. Danach setzte er seinen rauchenden Wagen zurück und zwängte sich durch die Rettungsgasse. Auf dem Parkplatz einer Rastanlage trafen sich die beiden Unfallbeteiligten später wieder. Als der Brummifahrer bemerkte, dass der Pkw-Fahrer mit seinem Kleinwagen erneut flüchten wollte, versperrte er ihm den Weg. Dieser nutzte aber eine kleine Lücke, quetschte sich zwischen Lkw und Leitplanke hindurch und riss sich dabei unter anderem einen Außenspiegel ab. Bevor er wieder auf die Autobahn raste, entfernte er laut Polizei die Frontstoßstange samt Kennzeichen. Ermittler fanden das schrottreife Auto später im Stadtgebiet von Erlangen – die Kennzeichen wurden demnach für einen anderen Pkw ausgegeben. Die Ermittlungen zum Fahrer dauern an.

Neuenkirchen: Pferd stürzt und zerquetscht siebenjähriges Mädchen 

Ein siebenjähriges Mädchen ist am Sonntag bei einem Reitturnier von einem Pferd erdrückt worden. Nach Angaben der Polizei sei die junge Reiterin in der Reithalle in der Samtgemeinde Neuenkirchen (Niedersachsen) während der Siegerehrung von ihrem Pferd gestürzt nachdem sich dieses auf die Hinterbeine gestellt hatte. Danach verlor das Tier offenbar das Gleichgewicht und begrub das Mädchen unter sich. Das Kind wurde noch in der Reithalle animiert und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort erlag die Nachwuchsreiterin am Abend ihren schweren Verletzungen. Das Frühjahrsturnier des Reit- und Fahrvereins Neuenkirchen wurde abgebrochen. Zuerst hatte die “Neue Osnabrücker Zeitung” über den Unfall berichtet.

Hemmingen: Rentnerin verbrennt in Elektro-Rollstuhl

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im niedersächsischen Hemmingen ist in der Nacht auf Montag eine 66-jährige Frau in ihrem Elektro-Rollstuhl verbrannt. Laut einem Bericht der “Neuen Presse” war in dem Haus gegen 1:40 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Demnach flüchteten zwei ältere Mieterinnen auf die Straße und alarmierten die Feuerwehr. Als die Rettungskräfte eintrafen, standen in einer Wohnung bereits das Mobilar und eine Elektro-Rollstuhl in Flammen. Ein Löschtrupp habe die Seniorin nur noch tot aus ihrem Rollstuhl bergen können. Die Kriminalpolizei ermittelt nun, wie es zu dem Brand kommen konnte.

Rathen: 72-Jährige stürzt 30 Meter in die Tiefe

Eine 72-Jährige ist am Sonntag bei einem Wanderausflug in der Sächsischen Schweiz tödlich verunglückt. Die Rentnerin stürzte aus bisher ungeklärter Ursache vom Plateau des Gamrig, einem etwa 250 Meter hohen freistehenden Felsen. Wie die “Leipziger Volkszeitung” berichtet, hatte sie mit ihrem Sohn auf dem Gamrig eine Pause eingelegt. Der versuchte seine Mutter noch festzuhalten, bevor sie 30 Meter in die Tiefe stürzte. Ersthelfer sowie die Bergwacht versorgten die Dame schon wenige Minuten nach dem Unglück. Sie konnten ihr aber nicht mehr helfen. Ihr 33-jähriger Sohn verletzte sich bei seinem Rettungsversuch an der Schulter und kam in ein Krankenhaus. Der Gamrig bietet aufgrund seiner exponierten Lage eine weitreichende Aussicht über das Elbsandsteingebirge. Ein Geländer gibt es auf dem Plateau nicht.

Quellen:Presseportal / “Rheinische Post”

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