News des Tages: Porsche muss 535 Millionen Euro Bußgeld wegen Dieselskandal zahlen

Die Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Dieselskandal: Porsche muss 535 Millionen Euro Bußgeld zahlen (13.39 Uhr)

  • US-Außenminister Pompeo sagt Besuch in Deutschland ab (11.22 Uhr)

  • Bahn plant Halbstundentakt für Strecke Hamburg – Berlin (10.10 Uhr)

  • Myanmar lässt Reuters-Journalisten frei (5.09 Uhr)

  • 13 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Mexiko (4.42 Uhr)

  • Papua-Neuguinea von schwerem Erdbeben erschüttert (1.03 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 13.48 Uhr: Pompeo bedauert Absage des Deutschland-Besuchs – Telefonat mit Maas +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat in einem Telefonat mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas sein Bedauern über die kurzfristige Absage seines Deutschland-Besuchs geäußert. “Beide Seiten vereinbarten, schnell einen neuen Termin zu finden”, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Maas habe sein Verständnis für die Terminverschiebung ausgedrückt.

Pompeo wollte ursprünglich neben Maas auch Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Es wäre sein erster Deutschland-Besuch seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr gewesen.

Seine Absage hat die US-Botschaft in Berlin bisher nur mit “dringenden Angelegenheiten” begründet. Weitere Erläuterungen gab es zunächst nicht.

+++ 13.53 Uhr: Prinz Charles und Camilla starten Deutschlandbesuch in Berlin +++

Der britische Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) sind in Berlin angekommen. Das Paar landete am frühen Nachmittag auf dem Flughafen Tegel. Charles im graublauen Anzug schritt die Gangway bei böigem Wind und Sonnenschein als erster hinab, wenige Stufen danach gefolgt von Camilla in cremeweißem Kleid. Die beiden bleiben bis Freitag in Deutschland, auf dem Programm stehen Termine in Berlin, Leipzig und München.

+++ 13.39 Uhr: Porsche muss 535 Millionen Euro Bußgeld wegen Dieselskandal zahlen +++

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Zuge des Dieselskandals gegen die Volkswagen-Tochter Porsche ein Bußgeld in Höhe von 535 Millionen Euro verhängt. Grund seien unter anderem fahrlässige Aufsichtspflichtverletzungen in der Entwicklungsabteilung, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 13.04 Uhr: Russische Polizei geht gegen Neonazis vor +++

Bei Razzien hat die russische Polizei mutmaßliche Mitglieder einer größeren Neonazi-Gruppierung festgenommen. Sie sollen für Angriffe auf Ausländer verantwortlich sein, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Durchsuchungen habe es etwa in Moskau und in den nahe der Hauptstadt gelegenen Städten Rjasan und Wladimir gegeben. Dabei seien Waffen, extremistische Literatur, Nazi-Symbole und Zeichnungen mit dem Konterfei von Adolf Hitler beschlagnahmt worden, berichtete ein russischer Boulevardsender. Zu der Gruppe sollen etwa 30 Menschen gehören.

+++ 13.02 Uhr: Antigewaltprojekt erfasst mehr homo- und transfeindliche Übergriffe in Berlin +++

Deutlich mehr Übergriffe mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund sind im vergangenen Jahr in Berlin erfasst worden. Die Zahl erfasster Fälle habe sich um 58 auf 382 erhöht, teilte das Antigewaltprojekt Maneo bei der Vorstellung seines Jahresberichts 2018 in der Hauptstadt mit. Der Großteil der erfassten Übergriffe richtete sich mit 286 Fällen gegen schwule oder bisexuelle Männer.

Es seien außerdem 50 Übergriffe gegen Transmenschen erfasst worden und 27 gegen Lesben oder bisexuelle Frauen. 19 Fälle hätten sich allgemein gegen die Gruppe gerichtet, wie etwa Angriffe auf Gedenkstätten.

+++ 13.01 Uhr: Mindestens 50 Tote bei Buschbrand im Südsudan +++

Bei einem Buschbrand im Südsudan sind nach Behördenangaben mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen seien bei dem Feuer im Dorf Korok verletzt worden, erklärte der stellvertretende Gouverneur des betroffenen nördlichen Bundesstaates Lol, Mawein Akook. Das Feuer sei aus bislang ungeklärter Ursache am Sonntagabend ausgebrochen, als die Einwohner zumeist bereits schliefen. Zahlreiche Häuser brannten ab, zudem verendeten viele Rinder in den Flammen.

+++ 12.54 Uhr: Acht Millionen Mütter in Deutschland – Mehrheit geht arbeiten +++

In Deutschland haben 2017 rund acht Millionen Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind in einem Haushalt zusammengelebt. Darunter waren etwa fünf Millionen Frauen mit mindestens einem Kind unter zehn Jahren. Rund 740.000 hatten ein Baby von unter einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zum Muttertag am 12. Mai mit. Die Mehrheit der Mütter mit wenigstens einem Kind unter 18 Jahren ging demnach arbeiten: 68 Prozent. Im Jahr 2008 habe die Quote noch bei 63 Prozent gelegen, teilten die Statistiker weiter mit. Nicht enthalten seien Frauen in Mutterschutz oder Elternzeit.

+++ 12.07 Uhr: Syrien: Sieben Kliniken bei Angriffen getroffen +++

Seit Beginn der neuen Angriffswelle auf Syriens letztes großes Rebellengebiet Idlib sind mindestens sieben Kliniken und Gesundheitszentren bombardiert worden. Die Einrichtungen seien zum Teil stark beschädigt oder völlig zerstört worden, berichtete die Gesundheitsbehörde der von Rebellen kontrollierten Provinz. Drei von ihnen seien außer Betrieb. Auch der Sprecher des UN-Nothilfebüros in Syrien, David Swanson, erklärte, seit Ende April seien sieben Gesundheitseinrichtungen getroffen worden. 

UN-Generalsekretär António Guterres rief die Konfliktparteien auf, den im vergangenen September vereinbarten Waffenstillstand einzuhalten, wie dessen Sprecher Stéphane Dujarric am Montag sagte. Demnach wurden auch neun Schulen getroffen. Mehr als 150 000 seien zudem durch die neue Gewalt vertrieben worden, erklärte er weiter. Helfer meldeten, es würden dringend Nahrung und Unterkünfte benötigt.

+++ 11.44 Uhr: Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Sachsen-Anhalt verfassungsgemäß +++

Die Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Sachsen-Anhalt ist verfassungsgemäß. Das entschied das Landesverfassungsgericht mit einem in Dessau verkündeten Urteil. Es wies damit einen Normenkontrollantrag der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt ab. Das Landesverfassungsgericht bejahte zwar einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch das verpflichtende Tragen eines Namensschilds für Polizisten. Dies sei jedoch wegen des Allgemeininteresses an der Aufklärung möglicher Pflichtverletzungen gerechtfertigt.

Eine Restgefahr durch die Kenntnis des Namens eines Polizeibeamten durch Dritte gehe “nicht über die Risiken des Berufs hinaus, die jedem Polizeibeamten bekannt und im Rahmen seines Dienstverhältnisses zumutbar seien”, teilte das Gericht mit. Ob die Pflicht zum Tragen eines Dienstnummernschilds und der taktischen Kennzeichnung ebenfalls einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, ließ das Landesverfassungsgericht offen. Aus Sicht der Richter wäre dies aber ebenfalls gerechtfertigt, weil es im Vergleich zur namentlichen Kennzeichnung von geringerem Gewicht sei.

+++ 11.39 Uhr: Erdogan begrüßt Wahl-Wiederholung in Istanbul +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die umstrittene Anordnung zur Annullierung und Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul begrüßt. Es handele sich dabei um den “besten Schritt” für das Land, sagte Erdogan bei einem Treffen von Abgeordneten seiner Partei AKP. Damit werde “unser Wille, Probleme im Rahmen von Demokratie und Gesetz zu lösen, gestärkt”.

Die türkische Wahlbehörde YSK hatte einer Beschwerde von Erdogans AKP zuvor stattgegeben und eine Wiederholung der Wahl vom 31. März angeordnet. Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu, der die Wahl knapp gewonnen hatte, sprach von Verrat.

+++ 11.22 Uhr: Pompeo sagt Besuch in Deutschland ab +++

Das für heute geplante Treffen von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mit US-Außenminister Mike Pompeo in Berlin ist abgesagt worden. Das teilte das Auswärtige Amt mit, ohne eine Begründung anzugeben. Bei dem Gespräch sollte es neben bilateralen Themen auch um internationale Konflikte gehen, unter anderem um die Lage in Syrien, in Venezuela und in der Ost-Ukraine.

Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA ist derzeit verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Dazu gehören der Streit um das Atomabkommen mit dem Iran, das US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr einseitig aufgekündigt hat, das von Trump abgelehnte Klimaschutzabkommen von Paris sowie die aus seiner Sicht zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben.Tweet US-Botschaft Berlin

+++ 11.07 Uhr: Scheuer: E-Tretroller sollen nicht auf Gehwegen fahren dürfen +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das Fahren von E-Tretrollern auf Gehwegen entgegen der bisherigen Planung nicht erlauben. Scheuer sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei bereit, auf die Länder, die Bedenken hätten, zuzugehen und das Fahren auf Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit aus der geplanten Verordnung herauszustreichen. “Mir geht es darum, neue Formen der Fortbewegung so zu ermöglichen, dass sie niemanden gefährden.”

+++ 10.47 Uhr: Fahnder stellen 220 Kilogramm Marihuana im Wert von 2,2 Millionen sicher +++

Dresdner Zollfahndern ist ein Schlag gegen einen internationalen Drogenhändlerring gelungen. Sie stellten 220 Kilogramm Marihuana mit einem Verkaufswert von etwa 2,2 Millionen Euro sicher, wie Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt in Dresden mitteilten. Außerdem beschlagnahmten sie 35.000 Euro Bargeld, einen Pkw und einen Sattelzug. Es sei die größte sichergestellte Menge von Marihuana in den vergangenen zehn Jahren, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Dresden, Frank Schröter.

Ende April seien insgesamt fünf Wohnungen in Leipzig und Berlin, eine Lagerhalle in Mittelbrandenburg sowie ein spanischer Tanklastwagen durchsucht worden. Das Amtsgericht Dresden erließ Haftbefehle gegen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 45 Jahren und ordnete Untersuchungshaft an.

+++ 10.25 Zehntausende Tote durch Giftschlangen-Bisse: WHO will Zahl halbieren +++

Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Jeden Tag werden fast 7400 Menschen von giftigen Schlangen gebissen, 2,7 Millionen Menschen im Jahr. Das Gift kann nicht nur entsetzliche Schmerzen auslösen, und bleibende Schäden hinterlassen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bis zu 13. 000 Menschen sterben weltweit nach dem Biss von Giftschlangen, und 400.000 Menschen behalten bleibende Schäden, darunter Blindheit, Amputationen oder eine posttraumatische Belastungsstörung.

Die WHO hat jetzt eine Strategie erarbeitet, um die Todeszahlen bis 2030 zu halbieren. Sie soll auf der Weltgesundheitsversammlung vom 20. bis 28 Mai in Genf verabschiedet werden. Gut 82 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) sind nach ihren Berechnungen dafür nötig.

+++ 10.10 Uhr: DB fährt Hamburg-Berlin ab 2020/21 offenbar im Halbstundentakt +++

Wer von Berlin mit dem ICE nach Hamburg fahren will, kann das offenbar bald im Halbstundentakt. Wie das Wirtschaftsmagazin “Capital” aus Bahnkreisen erfahren hat, wird die Deutsche Bahn ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020/21 ihre Fahrten auf der Strecke verdoppeln. Bisher fährt jede Stunde ein ICE. Durch die Aufstockung kann die DB rund 20 Prozent mehr Passagiere auf der Strecke befördern.

+++ 10:01 Uhr: Deutsche Industrie mit schwachem ersten Quartal +++

Die deutsche Industrie hat nach den deutlichen Rückgängen zu Jahresbeginn wieder ein leichtes Auftragsplus verbucht – schließt das erste Quartal aber mit einem Minus ab. Im März stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Der leichte Auftragszuwachs gehe allerdings auch auf Großaufträge zurück. Insgesamt spreche die Auftragslage dafür, dass die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten gedämpft bleibe, hieß es.

Der schwache Jahresauftakt konnte durch das Plus im März bei weitem nicht wettgemacht werden. Im ersten Quartal gingen die Aufträge um 4,1 Prozent zurück.

+++ 09.54 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Busunglück in Südafrika – darunter vier Kinder +++

Bei einem Busunglück in Südafrika sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Der Bus überschlug sich auf einer Autobahn, zahlreiche Passagiere wurden auf die Straße geschleudert, erklärte der private Rettungsdienst ER 24. Bei dem Unfall vom Montagabend in der Nähe der Gemeinde Louis Trichardt in der nordöstlichen Provinz Limpopo wurden demnach 36 Menschen teils schwer verletzt. Die Unglücksursache wurde von der Polizei untersucht.

+++ 09.21 Uhr: Australiens Premier Morrison übersteht Ei-Angriff – Ei zunächst auch +++

Australiens konservativer Premierminister Scott Morrison (50) hat einen Ei-Angriff heil überstanden – und das Ei offensichtlich zunächst auch. Bei einem Wahlkampf-Auftritt in der Stadt Albury, etwa 200 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Canberra, versuchte eine junge Frau, dem Regierungschef von hinten ein Ei auf dem Kopf zu zerschlagen. Das ging in der Hektik schief: Auf Video-Aufnahmen ist zu sehen, wie das Ei unversehrt vom Kopf abprallt. Die junge Frau, die nach ein halbes Dutzend weiterer Eier dabei hatte, wurde von Sicherheitskräften gestoppt, gegen sie wird ermittelt.

+++ 09.13 Uhr: Katar stellt Palästinensern 480 Millionen Dollar zur Verfügung +++

Nach der Eskalation der Gewalt im Gazastreifen stellt Katar den Palästinensern finanzielle Hilfe in Höhe von 480 Millionen Dollar (rund 428 Millionen Euro) zur Verfügung. Das Geld sei für die West-Bank sowie Gaza und solle den Palästinensern helfen, ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse zu decken, teilte das katarische Außenministerium mit.

+++ 09:02 Uhr: Umfrage zur Bremer Landtagswahl: CDU knapp vor SPD +++

Rund zweieinhalb Wochen vor der Bremer Landtagswahl gibt es einer Umfrage zufolge weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD. In einer Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von Radio Bremen kommen die Christdemokraten auf 26 Prozent, die Sozialdemokraten auf 25 Prozent. Drittstärkste Kraft sind demnach die Grünen mit 18 Prozent, wie die Rundfunkanstalt berichtete. Die Linke liegt demnach bei 12 Prozent, die AfD bei 8 und die FDP bei 6 Prozent.

+++ 08.58 Uhr: Präsidentensprecher verteidigt Wahl-Annullierung in Istanbul +++

Nach der Annullierung der Bürgermeisterwahl in Istanbul hat der Kommunikationsdirektor von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Entscheidung als “Sieg der Demokratie” verteidigt. In einer auf der Webseite des Presseamtes veröffentlichten Stellungnahme, die er demnach auch der Nachrichtenagentur AP gegeben hatte, sagte Fahrettin Altun: “Die Entscheidung des Hohen Wahlrats sollte als ein Versuch gesehen werden, den Wahlresultaten dabei zu helfen, den Willen der Nation korrekt widerzuspiegeln.”

Die Entscheidung sei auf Antrag der Regierungspartei AKP gefallen, als ein Resultat der systematischen Fälschung von Wählerregistrierung, von Verletzungen der Gesetze zur Berufung der Wahlhelferteams an den Urnen und Korruption bei der Auszählung der Stimmen, sagte Altun.

+++ 08.58 Uhr: Autotransporter kracht auf A44 durch Leitplanke und verliert Autos +++

Ein Autotransporter ist auf der Autobahn 44 bei Geseke in Nordrhein-Westfalen in die Mittelleitplanke gekracht und hat mehrere Fahrzeuge verloren. Ein Sattelzug sowie ein Kleintransporter fuhren in die Unfallstelle. Dabei wurde der Fahrer des Kleinlasters schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher in Dortmund sagte. Nach dem Unfall war die Autobahn zeitweise in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt,  Im morgendlichen Berufsverkehr kam es zu mehreren Kilometern Stau.

+++ 08.56 Uhr: Ermittlungen zu Flugzeugbrand an Unglücksstelle in Moskau beendet +++

Der Flughafen Scheremetjewo in Moskau kehrt nach dem Flugzeugunglück mit 41 Toten zum regulären Betrieb zurück. Die Ermittlungen am Unfallort seien abgeschlossen, teilte der Flughafen mit. Der Suchoi Superjet-100 sei zu einem abgelegenen Parkplatz auf dem Gelände des Airports gebracht worden. Somit stünden wieder zwei Start- und Landebahnen bereit.

Auch zwei Tage nach dem Brand des russischen Passagierjets suchen die Ermittler weiter nach der genauen Unfallursache. Die Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot war kurz nach dem Start wegen technischer Probleme nach Moskau zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte die Maschine mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. 37 Menschen konnten sich retten, darunter die Piloten.

+++ 08.52 Uhr: Milliarden-Kartellrückstellung reißt BMW-Kerngeschäft in rote Zahlen +++

Der Autobauer BMW ist in seinem Kerngeschäft wegen der Milliardenrückstellung für eine drohende EU-Kartellstrafe in die roten Zahlen gerutscht. Im Automobilsegment lag der Verlust vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal bei 310 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern in München mitteilte. Vor einem Jahr hatte BMW hier noch 1,88 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

Die Münchner stellen für das EU-Kartellverfahren rund um angeblich verbotene Absprachen deutscher Autobauer in Sachen Abgasnachbereitung 1,4 Milliarden Euro zurück. Anfang April hatte BMW bereits angedeutet, wohl mehr als eine Milliarde Euro dafür aufwenden zu müssen.

+++ 05.09 Uhr: Myanmar lässt Reuters-Journalisten frei +++

Nach mehr als 500 Tagen im Gefängnis hat Myanmar zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters freigelassen. Die Journalisten durften die Haftanstalt in Rangun vorzeitig verlassen, wie die Agentur mitteilte. Sie waren in dem südostasiatischen Land zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie sich bei der Recherche zu Massakern an Muslimen illegal Staatsgeheimnisse beschafft haben sollen. Beide beteuern ihre Unschuld.

+++ 05.07 Uhr: Versicherungen sprechen sich offenbar gegen E-Tretroller auf Gehwegen aus +++

Die deutschen Versicherer lehnen einem Medienbericht zufolge die Zulassung von E-Tretrollern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 Stundenkilometern auf Gehwegen ab. Ein Aufprall mit diesem Tempo auf einen stehenden Fußgänger bedeute je nach Gewicht und konkreter Konstellation “eine Kraft von rund 150 kg, also sechs handelsüblichen Zementsäcken”, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Stellungnahme des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

“Besonders ältere Personen sind schon allein durch einen Sturz potenziell von langwierigen Verletzungsfolgen betroffen. Insofern ist Zulassung der Nutzung auf Fußverkehrsflächen abzulehnen”, heißt es laut RND in der Stellungnahme für eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch.Artenschutzbericht Fakten 20.12

+++ 05.04 Uhr: Umfrage: Fast alle Deutschen halten Naturschutz für Pflicht +++

Angesichts des Artensterbens messen die allermeisten Deutschen einer Umfrage zufolge dem Naturschutz überragende Bedeutung zu. 98 Prozent von gut 1500 für das Eurobarometer Befragten in Deutschland sagten, es sei die Verantwortung der Menschheit, die Natur zu schützen. Jeweils 97 Prozent sagten, Biodiversität (biologische Vielfalt) sei wesentlich für den Klimaschutz und trage zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen bei.

Die Zahlen legte die EU-Kommission in Brüssel vor. Die Deutschen nehmen das Thema demnach noch etwas wichtiger als die EU-Bürger im Durchschnitt: Insgesamt sagten 96 Prozent von 27 000 Befragten EU-weit, die Menschheit müsse die Natur schützen.

+++ 04:54 Uhr: Deutsche zahlten 2018 erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld +++

Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Bezahlen immer öfter zur Karte statt zum Bargeld. Im vergangenen Jahr sei im stationären Einzelhandel erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben worden als in bar, teilte das Handelsforschungsinstitut EHI in Köln mit.

Insgesamt zahlten die Verbraucher der Studie zufolge 2018 bei ihren Einkäufen gut 209 Milliarden Euro per Karte – 12,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Dadurch stieg der Umsatzanteil der Karten auf 48,6 Prozent. Damit überholte die Karte erstmals – wenn auch nur knapp – das Bargeld.

+++ 04.45 Uhr: Millionen Erwachsene können nicht richtig Deutsch lesen und schreiben +++

6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht richtig Deutsch lesen und schreiben. Von ihnen haben mit 52,6 Prozent mehr als die Hälfte Deutsch als Muttersprache. Das geht aus einer vom Bundesbildungsministerium geförderten Studie hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 47,4 Prozent haben eine andere Erstsprache.

+++ 04.42 Uhr: Flugzeug mit 13 Insassen in Mexiko abgestürzt – Keine Überlebenden +++

Bei dem Absturz eines Privatflugzeugs auf dem Weg von Las Vegas nach Mexiko sind alle 13 Insassen umgekommen. Das Wrack der am Sonntag vom Radar verschwundenen Maschine des Typs Bombardier Challenger 601 wurde von einem Suchflugzeug in schwer zugänglichem Gebirgsgebiet des nordmexikanischen Bundesstaats Coahuila entdeckt. Es gebe keine Anzeichen von Überlebenden, teilten die Behörden mit. Sie korrigierten ihre ursprünglichen Angaben zur Zahl der Insassen von 14 auf 13. Bergungsteams begaben sich auf den Weg zum Unfallort in der Nähe der Ortschaft Ocampo.

Die mexikanischen Passagiere waren nach Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada geflogen, um den Boxkampf zwischen ihrem Landsmann Saúl “Canelo” Álvarez und dem US-Profi Daniel Jacobs um den Weltmeistertitel im Mittelgewicht zu sehen. Auf dem Rückweg nach Monterrey in Mexiko verunglückte der Flieger dann bei schlechtem Wetter aus noch ungeklärten Gründen.

+++ 03.53 Uhr: Trump zeichnet Golfstar Woods mit US-Freiheitsmedaille aus +++

US-Präsident Donald Trump hat Golfstar Tiger Woods mit der US-Freiheitsmedaille ausgezeichnet. Trump pries bei der Verleihung der höchsten zivilen Ehrung der Vereinigten Staaten im Weißen Haus Woods’ “unerbittlichen Willen zu gewinnen, zu gewinnen, zu gewinnen”. Damit stehe der Ausnahmesportler für den “amerikanischen Geist, Grenzen zu verschieben, Hindernisse zu überwinden und immer noch Größe zu streben”.

Die Freiheitsmedaille wurde im Jahr 1963 durch den damaligen Präsidenten John F. Kennedy gestiftet. Bislang wurde sie an mehr als 30 Sportstars vergeben.

+++ 03.46 Uhr: Lehrergewerkschaft GEW: Länder sollen Mathe-Abi überprüfen +++

Angesichts der Proteste gegen das jüngste Mathematik-Abitur fordert die Lehrergewerkschaft GEW eine Überprüfung in den Ländern, in denen sich viele Schüler von den Aufgaben überfordert gefühlt haben – und gegebenenfalls eine Heraufsetzung der Noten. Die betreffenden Kultusministerien müssten sich mit den Schülern zusammensetzen, sagte Ilka Hoffmann, die im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Thema Schule zuständig ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Lag es an der Konstruktion der Aufgaben, waren vielleicht bestimmte Aufgaben nicht mehr lösbar, wenn man an den vorherigen gescheitert ist?”, fragte sie. “Falls es Fehler bei der Aufgabenstellung gab, muss das Ziel sein, für die Zukunft zu lernen.”

+++ 03.32 Uhr: “Unser Royal Baby”: US-Komikerin Amy Schumer bringt Sohn zur Welt +++

US-Komikerin Amy Schumer (37, “Dating Queen”) und ihr Partner Chris Fischer sind Eltern geworden. Auf Instagram postete Schumer ein Foto von sich, auf dem sie mit geschlossenen Augen das Baby im Arm hält, während Fischer ihr einen Kuss aufdrückt. “22.55 Uhr, letzte Nacht. Unser Royal Baby kam zur Welt”, schrieb die Komikerin dazu in Anspielung auf den britischen Nachwuchs von Prinz Harry und Herzogin Meghan, deren Baby am Montagmorgen geboren wurde.

+++ 02.59 Uhr: 210 europäische Bürgermeister fordern neutrale Klimabilanz der EU bis 2050 +++

Mehr als 200 Bürgermeister europäischer Städte haben sich in einem offenen Brief dafür ausgesprochen, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird. In dem Schreiben forderten 210 Bürgermeister die Staats- und Regierungschefs auf, dafür bei ihrem Gipfel am Donnerstag in Rumänien eine “langfristige Klimastrategie” auf den Weg zu bringen. Den Brief unterzeichneten Radhauschefs unter anderem aus Paris, London, Athen und Stuttgart.

Ziel müsse es sein, dass in der EU ab Mitte des Jahrhunderts netto kein klimaschädliches CO2 mehr ausgestoßen werde. Damit stellten sich die Bürgermeister hinter einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission vom November. Dieser sei die “einzige realisierbare Option für die Zukunft Europas und der Welt”.

+++ 01.03 Uhr: Papua-Neuguinea von schwerem Erdbeben erschüttert +++

Der Pazifikstaat Papua-Neuguinea ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden. Der Erdstoß ereignete sich Dienstag um 07.19 Uhr Ortszeit (Montag, 23.19 Uhr MESZ) in einer Tiefe von mehr als 120 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Epizentrum lag 33 Kilometer von der Stadt Bulolo entfernt und war bis in die rund 250 Kilometer entfernte Hauptstadt Port Moresby zu spüren. Wegen der Tiefe des Bebens bestand nach Angaben der Behörden keine Tsnunami-Gefahr.

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