News von heute: Mutmaßlicher Brandanschlag auf Filmstudio: Zahl der Toten auf 24 gestiegen

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Mutmaßlicher Brandanschlag auf Filmstudio: Zahl der Toten auf 24 gestiegen (9.58 Uhr)
  • Terrorverdacht: Razzien gegen islamistische Gefährder in NRW (6.15 Uhr)
  • DNA-Analyse führt zu Freispruch eines Unschuldigen (5.23 Uhr)
  • Kapitänin Rackete wird erneut vernommen (4.48 Uhr)
  • US-Kongress blockiert geplantes Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien (1.16 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 10.48 Uhr: Israel: Archäologen entdecken 1200 Jahre alte Moschee in Wüste +++

Israelische Archäologen haben nach eigenen Angaben die Überreste einer mindestens 1200 Jahre alten Mosche in der Negev-Wüste im Süden des Landes entdeckt. “Eine kleine, städtische Moschee – datiert ins 7. oder 8. Jahrhundert – ist ein seltener Fund auf der ganzen Welt, besonders aber in dem Gebiet nördlich von Beerscheva”, teilten die Ausgrabungsdirektoren, Jon Seligman und Shahar Zur, für die israelische Altertumsbehörde mit. Kein vergleichbares Gebäude sei in dem Gebiet bisher entdeckt worden.

Die Überreste der Moschee wurden in der Beduinenstadt Rahat gefunden. Die rechteckige, nach oben offene Moschee mit einer runden Gebetsnische sei vermutlich von den Bauern in dem Gebiet genutzt worden, hieß es von den Archäologen. Das Gebäude sei in Richtung Mekka ausgerichtet gewesen.

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Toten nach mutmaßlichem Brandanschlag in Japan auf mindestens 24 gestiegen +++

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Filmstudio in Japan ist die Zahl der Toten auf mindestens 24 gestiegen. Etwa zehn weitere Tote seien auf den Treppen des zweiten Stockwerks entdeckt worden, eine Leiche sei in der ersten Etage gefunden worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach dem Vorfall in der Stadt Kyoto war zunächst von 13 Toten die Rede gewesen.

+++ 9.02 Uhr: Berlinerin stürzt beim Wandern in den Alpen ab und stirbt +++

Beim Wandern in den bayerischen Alpen ist eine Frau aus großer Höhe abgestürzt und gestorben. Die 23-Jährige war auf einem kleinen alpinen Steig unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Rettungskräfte fanden die leblose Wanderin unterhalb des rund 1500 Meter hohen Hochlerchgipfels in der Nähe von Staudach-Egerndach und bargen die Leiche am Mittwoch. Ein Gastwirt hatte die Einsatzkräfte gerufen, weil die Berlinerin von ihrem geplanten Ausflug nicht zurückgekehrt war.

+++ 8.40 Uhr: 13 Tote bei Brand in Animationsstudio in Japan +++

Bei einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Filmstudio in Japan sind 13 Menschen getötet worden. Im Erdgeschoss und im ersten Stock des Gebäudes seien zwölf Leichen entdeckt worden, sagte ein Feuerwehrvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die Feuerwehr bereits einen Toten bestätigt. Zahlreiche weitere Menschen wurden demnach verletzt, einige von ihnen schwer.    

Nach Angaben der Polizei hatte ein Verdächtiger eine “Flüssigkeit” in dem Studio verschüttet, in dem Zeichentrickfilme produziert werden, und sie dann angezündet. Die Feuerwehr erklärte, Anrufer hätten eine “laute Explosion” gemeldet. Die Feuerwehr war mit 35 Fahrzeugen im Einsatz, nach rund drei Stunden hatte sie den Brand weitgehend gelöscht. Nach Angaben japanischer Medien wurde der Verdächtige festgenommen. Der Sender NHK berichtete, der Mann sei durch das Feuer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo er unter Bewachung stehe. Das Motiv des Mannes blieb zunächst offen.

+++ 8.20 Uhr: Australischer Junge findet 50 Jahre alte Flaschenpost +++

Wundersamer Beginn einer neuen Brieffreundschaft: Ein neunjähriger Australier hat eine vor 50 Jahren ins Meer geworfene Flaschenpost entdeckt. Jyah Elliott fand die Flasche an einem abgelegenen Strand im Bundesstaat South Australia und verfasste gleich eine Antwort an den Absender, der nach Angaben des Senders ABC bereits ermittelt wurde.     

Der Verfasser der Flaschenpost ist der mittlerweile 63 Jahre alte gebürtige Engländer Paul Gilmore. Er hatte am 17. November 1969 insgesamt sechs Flaschen mit Botschaften von einem Schiff aus in den Indischen Ozean geworfen, tausend Meilen von der australischen Küste entfernt. Der damals 13-Jährige war unterwegs mit der “TSS Fairstar”, die Migranten von Großbritannien nach Australien brachte. Gilmore befindet sich derzeit auf einer Ostsee-Kreuzfahrt. Die Antwort dürfte also etwas dauern, doch sei die Freude über den Fund  bei dem 63-Jährigen groß gewesen. “Er war so aufgeregt”, sagte Gilmores Mutter, Carla Elliott, dem Sender ABC.

+++ 6.15 Uhr: Terrorverdacht: Razzien gegen islamistische Gefährder in NRW +++

Die Polizei führt seit den frühen Morgenstunden Razzien in Nordrhein-Westfalen gegen Gefährder aus dem islamistischen Umfeld durch. Diese seien durch Hinweise von Sicherheitsbehörden veranlasst worden, wie die Kölner Polizei mitteilte. Der Fokus liege auf einer Wohnung in Düren – auch in Köln seien Wohnungen durchsucht worden. 

Zwei Männer wurden in Düren zur Vernehmung mit auf die Wache genommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Polizeikreisen erfuhr. Die Männer hätten möglicherweise einen Anschlag begehen wollen. Genauere Details lagen zunächst nicht vor. Einschätzungen zur Gefahrenlage und erste Ergebnisse der Durchsuchungen wollte die Polizei am Vormittag mitteilen.

+++ 5.23 Uhr: DNA-Stammbaumanalyse führt zu Freispruch für unschuldig des Mordes Verurteilten +++

In den USA ist erstmals ein unschuldig wegen Mordes verurteilter Mann von allen Vorwürfen reingewaschen worden, nachdem der wahre Täter durch eine DNA-Stammbaumanalyse ermittelt wurde. Ein Gericht im Bundesstaat Idaho sprach den 43-jährigen Christopher Tapp endgültig vom Vorwurf frei, 1996 eine Frau vergewaltigt und ermordet zu haben. ”Es ist ein neues Leben, ein neuer Anfang, eine neue Welt für mich”, sagte Tapp, der rund 20 Jahre im Gefängnis gesessen hatte, anschließend. “Ich werde einfach jeden Tag genießen.”     Tapp war 1998 wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Frau zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch basierte auf einem Geständnis, das Tapp später widerrief. DNA-Analyse Heftstück_12.30Uhr

Im vergangenen Mai wurde dann ein anderer Tatverdächtiger festgenommen, der den Mord schließlich gestand. Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, indem sie DNA von am Tatort gefundenem Sperma mit Stammbaum-Datenbanken im Internet abglichen. In den USA schicken viele Menschen DNA-Proben an spezialisierte Anbieter, um über Erbgut-Vergleiche entfernte Verwandte zu finden.

+++ 4.48 Uhr: Sea-Watch-Kapitänin Rackete wird erneut vernommen +++

Die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete muss sich in Italien erneut einem Verhör stellen. Am Donnerstag (10 Uhr) steht eine Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft in der sizilianischen Stadt Agrigent an. Diese ermittelt gegen die 31-Jährige aus Niedersachsen unter anderem wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur illegalen Einwanderung und des Widerstandes gegen ein Kriegsschiff. 

+++ 4.13 Uhr: Tirols Landeschef Platter bleibt in Verkehrsstreit hart +++

 Im Verkehrsstreit zwischen Deutschland und Österreich will Tirols Landeschef Günther Platter hart bleiben und an seinen umstrittenen Einschränkungen festhalten. “Bis sich die Situation verbessert, wird es weiterhin die Blockabfertigung für den Lkw-Verkehr geben”, sagte Plattner der “Augsburger Allgemeinen”. Und es seien auch weiterhin die Pkw-Fahrverbote nötig.  “Für eine Einigung, bei der ein fauler Kompromiss geschlossen wird, bin ich nicht zu haben”, sagte der Politiker von der konservativen ÖVP. 

+++ 2.07 Uhr: Salvini weist Vorschlag aus Berlin und Paris für Flüchtlingsverteilung zurück +++

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat Vorschläge von Deutschland und Frankreich für eine Verteilung von im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen zurückgewiesen. Nach einem Abendessen mehrerer EU-Innenminister in der finnischen Hauptstadt Helsinki schrieb Salvini bei Twitter, Deutschland und Frankreich wollten weiterhin, dass Italien eines der wenigen Ankunftsländer für Flüchtlinge sei. Italien dagegen arbeite an einer “stabilen Mittelmeer-Achse”, um “die Regeln zu ändern und dem Menschenschmuggel ein Ende zu setzen”.

+++ 1.16 Uhr: US-Kongress blockiert geplantes Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien +++

Der US-Kongress hat ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien blockiert. Nach dem US-Senat stimmte das Repräsentantenhaus gegen die geplante Waffenlieferung im Umfang von 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) an Saudi-Arabien und weitere Verbündete im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump dürfte aber sein Veto gegen den Kongressbeschluss einlegen. Es wäre das dritte Veto in seiner Amtszeit.    

Trumps Regierung hatte in einem seltenen Schritt den Kongress umgangen, um den Verkauf von Waffen, Munition und Dienstleistungen zur Wartung von Flugzeugen an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zu genehmigen. Genehmigt wurde auch der Transfer von Waffen nach Jordanien. US-Außenminister Mike Pompeo begründete das Vorgehen damit, die Lieferungen seien wegen der Aktivitäten von Saudi-Arabiens Erzfeind Iran dringend nötig.

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