Nachrichten aus Deutschland: Mann stirbt bei Explosion eines Mehrfamilienhauses

Düsseldorf: Ein Toter bei Hausexplosion

Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Düsseldorf ist am frühen Mittwochmorgen ein Mann ums Leben gekommen. Rettungskräfte fanden seine Leiche vor einer Wohnung in der zweiten Etage des Hauses im Stadtteil Flingern, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei weitere Bewohner, darunter eine schwangere Frau, wurden mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.     Durch die Wucht der Detonation barsten den Angaben zufolge alle Fensterscheiben der Wohnung im zweiten Obergeschoss. Selbst Autos auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden durch Glassplitter beschädigt. Die Explosionsursache war zunächst unklar,  die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Den Gesamtschaden bezifferte die Feuerwehr auf rund 100.000 Euro.

Quelle: AFP

Leonberg: Großbrand in Biogasanlage

In einer Biogasanlage bei der Kleinstadt Leonberg nahe Stuttgart ist ein Großbrand ausgebrochen. Die komplette Anlage stehe in Flammen und sei nicht mehr zu retten, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen. Die Löscharbeiten würden noch Stunden andauern. Die Feuerwehr ist mit rund 170 Einsatzkräften im Einsatz. Auch der Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk und die Polizei sind mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Der Schaden liegt den Angaben zufolge im siebenstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand. 

Am und in dem betroffenen Anlagengebäude gibt es mehrere Gastanks und Silos, die teils im Verlauf des Brandes explodierten. Das Anlagengebäude brenne derzeit kontrolliert ab, berichtete die Polizei. Die noch andauernden Löscharbeiten dienen der Verhinderung von weiteren Explosionen insbesondere eines Methangastanks, hieß es.

Das Feuer auf dem in einem Wald gelegenen Gelände wurde erst entdeckt, als die Flammen bereits meterhoch über den Baumwipfeln zu sehen waren. Um kurz vor 2 Uhr wurden die Einsatzkräfte durch mehrere Anrufer über den Brand informiert. Die unweit der A8 gelegene Vergärungsanlage Leonberg wird von den Abfallwirtschaftsbetrieben des Landkreises Böblingen betrieben.

In der Biogasanlage in der Kleinstadt ist ein Großbrand ausgebrochen
Die komplette Anlage steht in Flammen
© Andreas Rosar

Quelle: DPA/Polizei Ludwigsburg

 Nachrichten von Dienstag, den 10. September

Mannheim: Mann in Parkhaus sexuell belästigt

In Mannheim sucht die Polizei nach einer sexuellen Belästigung nach Zeugen. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, wurde am Sonntagfrüh gegen 6.15 Uhr in der Innenstadt in einem Parkhaus ein 22-Jähriger belästigt. Der Unbekannte soll ihn im Treppenhaus der Parkgarage der Universität in der Bismarckstraße in englischer Sprache angesprochen haben. Anschließend soll er durch seine Hose an sein Geschlechtsteil gefasst und dieses in Richtung des jungen Mannes gehalten haben. Zudem soll er das völlig verdutzte Opfer mehrfach versucht haben zu küssen und von hinten zu umklammern und weitere sexuell motivierte Handlungen vorzunehmen. Als ein Zeuge das Parkhaus betrat, flüchtete der Unbekannte. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen. Der Mann wird laut Polizei wie folgt beschrieben: 

  • etwa 30 bis 40 Jahre alt
  • kurz rasiertes schwarzes Haar
  • schwarzafrikanischer Phänotyp
  • graue Jogginghose
  • grauer Pullover
  • dicke Daunenjacke

Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0621/174-4444. Insbesondere suchen die Beamten nach dem Mann, der zur Tatzeit die Tiefgarage betrat und den Täter zur Flucht veranlasste.

Quelle: Polizei Mannheim

Dortmund: Hund beißt spielendes Kind und verletzt es schwer

Ein angeleinter Hund hat in Lünen (NRW) einen sechsjährigen Jungen so heftig gebissen, dass er in ein Krankenhaus musste. Wie die Polizei zu dem Vorfall vom Samstag mitteilte, hatten ersten Ermittlungen zufolge mehrere Kinder Verstecken gespielt, als ein 21-Jähriger mit zwei angeleinten Labradoren vorbeikam. Unvermittelt soll einer der beiden Hunde den Jungen erst in die Jacke gebissen haben. Als der Junge zu Boden fiel, soll der Hund das Kind dann in den Unterleib gebissen und schwer verletzt haben. Die Ermittlungen dauerten an.

Quelle: DPA

Bönen: Mann entdeckt Königspython in Mülltonne

In einer Mülltonne hat ein Anwohner im nordrhein-westfälischen Bönen einen zusammengekauerten Königspython entdeckt. Die Schlange war nach späteren Angaben ihrer Besitzerin in deren Hausmüll gekrochen und so in die Tonne gelangt, wie die Polizei am Dienstag in Unna mitteilte. Ein Reptilienexperte hatte sich zuvor des Tiers angenommen, das sich nach dem Fund am späten Montagnachmittag schnell wieder erholte.     Am Dienstagmittag meldete sich dann die Besitzerin der Würgeschlange bei der Polizei. Die 27-jährige aus Bönen gab an, der Python sei offenbar in ihrem Hausmüll in die Mülltonne vor dem Haus gelangt. Die Frau erhielt die Schlange zurück.

Quelle: AFP

Viersen: Autofahrer in Wrack eingeklemmt: “Siri” wählt den Notruf 

Mit Hilfe der Spracherkennung “Siri” hat ein eingeklemmter und schwer verletzter Autofahrer in Viersen in Nordrhein-Westfalen den Notruf wählen können. Er stehe mit seinem Auto inmitten eines Feldes und könne sich an nichts mehr erinnern, teilte er mit. Der Anruf lieferte den entscheidenden Hinweis, wie die Düsseldorfer Polizei am Dienstag berichtete. Vor Ort waren Polizisten bereits auf der Suche nach dem Verschollenen, nachdem eine Autofahrerin in der Nacht zum Dienstag Unfallspuren gemeldet hatte.

Der 19 Jahre alte Fahrer war an einer Anschlussstelle der A61 in einer Kurve mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen, über Leitplanke, Bäume und Sträucher geflogen und 20 Meter weiter sowie drei Meter tiefer in einem Maisfeld gelandet. Dort verdeckten Bäume und Büsche die Sicht auf das Wrack.

Ein Hubschrauber, der bereits zur Suche angefordert worden war, konnte wieder abbestellt werden. Die Feuerwehr befreite den Schwerverletzten und brachte ihn ins Krankenhaus.

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: Zwei Menschen nach Wohnhausbrand in Lebensgefahr

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Gelsenkrichen sind am Dienstag zwei Menschen lebensgefährlich und acht weitere schwer verletzt worden. Unter den Schwerverletzten befanden sich sieben Kinder, wie ein Feuerwehrsprecher weiter mitteilte. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar.    

Dem Feuerwehrsprecher zufolge handelte es sich beiden lebensgefährlich verletzten Menschen um Erwachsene. Einer von ihnen war demnach auf der Flucht vor den Flammen aus einem Fenster gesprungen, beide Betroffene erlitten Verbrennungen. Das Haus war nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.

Quelle: AFP

Hamburg: Betrunkener Familienvater fährt mit Kindern im Auto bei Polizei vor

Alles andere als nüchtern, dafür aber mit seiner Familie im Wagen, ist ein Autofahrer zur Erledigung von Formalitäten bei der Hamburger Polizei vorgefahren. Bereits im Eingangsbereich der Wache sei Beamten bei dem 28-Jährigen deutlicher Alkoholgeruch aufgefallen, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Ein umgehend in die Wege geleiteter Atemtest ergab 2,83 Promille. In dem Auto, mit dem der Mann zuvor am frühen Montagabend auf das Gelände einer Verkehrsdirektion gefahren war, saßen nach Angaben der Ermittler seine Frau und seine zwei kleinen Kinder. Erschienen war der 28-Jährige demnach, weil er von den Beamten ein Schreiben des sogenannten Ermittlungsdiensts erhalten hatte. Nach eigenen Angaben hatte er am Abend zuvor den Geburtstag eines seiner Kinder gefeiert. Seinen Führerschein musste der Familienvater abgeben, zudem wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Auch eine Blutprobe wurde ihm entnommen.

Quelle: AFP

Oberkirch: Jugendliche löschen brennende Pizza mit Feuerlöscher

Weil eine Pizza samt Karton brannte, haben drei Jugendliche im baden-württembergischen Oberkirch mit einem Feuerlöscher für Chaos in der Wohnung einer Bekannten gesorgt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren die drei Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahre am Montagabend gegen 18:15 Uhr alleine in der Wohnung ihrer 21-jährigen Freundin und schalteten den Backofen ein. Allerdings ohne vorher hineinzuschauen. Plötzlich fing eine sich darin befindliche Pizzahälfte im Karton in Flammen auf. In Panik griffen die Teenager zum Feuerlöscher. Am Ende war die komplette Wohnung verraucht und durch das Pulver des Feuerlöschers entsprechend verschmutzt so dass ein Schaden von etwa 5000 Euro entstand. 

Quelle:Polizei Offenburg

Düsseldorf: Mann stirbt bei Feuer in Klinik

In Düsseldorf ist bei einem Feuer in einem Krankenhaus ein 77-jähriger Patient ums Leben gekommen. 19 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Zunächst war die Feuerwehr von 72 Verletzten ausgegangen. Dies erklärte ein Sprecher der Feuerwehr mit der unübersichtlichen Lage in der Nacht. Es sei zunächst unklar gewesen, wie viele Menschen tatsächlich durch den Brand verletzt wurden und wer aufgrund einer anderen Erkrankung im Krankenhaus war. Zur Ursache des Feuers, das am späten Montagabend im Marien Hospital im Stadtteil Pempelfort ausgebrochen war, konnte er zunächst nichts sagen. Von den 19 Verletzten seien sieben schwer und davon wiederum vier lebensbedrohlich verletzt worden.

Der Brand war im Zimmer eines Patienten im zweiten Stock ausgebrochen. Der Rauch verteilte sich über fünf Stockwerke der Klinik. Die Menschen seien sowohl durch das Treppenhaus als auch von außen über drei Drehleitern aus dem Gebäude geholt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Brand war nach rund einer Stunde gelöscht und der Einsatz mit rund 180 Kräften nach vier Stunden beendet. Die Düsseldorfer Feuerwehr war mit allen neun Berufsfeuerwehren vor Ort.

Zunächst hieß es, der Verstorbene habe in diesem Zimmer gelegen. Auch das wurde mittlerweile korrigiert. Der bei dem Feuer ums Leben gekommene Mann habe in einem Nachbarzimmer gelegen.

Feuerwehrleute und eine Notärztin stehen nach einem Brand im Marien Hospital um einen Patienten auf einer Liege herum.
Feuerwehrleute und eine Notärztin stehen nach einem Brand im Marien Hospital vor dem Krankenhaus um einen Patienten auf einer Liege herum.
© Sascha Rixkens

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 9. September

Falkensee: Vater überfährt vierjähriges Kind beim Ausparken

Ein 34 Jahre alter Mann hat im brandenburgischen Falkensee beim Ausparken sein vierjähriges Kind mit dem Auto überfahren. Der Mann wollte rückwärts von seinem Grundstück fahren, wie die Polizeidirektion West am Montag mitteilte. Dabei habe er das Kind übersehen. Rettungskräfte versorgten das lebensbedrohlich verletzte Kind nach dem Unfall am Samstagnachmittag zunächst vor Ort. Ein Rettungshubschrauber brachte es anschließend ins Krankenhaus, wo es wenig später starb. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Potsdam rekonstruiert ein Gutachter den Unfallhergang.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Kampfsportlerin wehrt sich erfolgreich gegen Überfall

Ein Unbekannter hat in Düsseldorf in der Nacht zum Sonntag eine junge Frau in einem Hausflur überfallen. Als der Täter die Frau unsittlich berührte, habe diese ihm Kostproben ihres Kampfsport-Könnens gezeigt und “Backpfeifen und Fausthiebe” auf den Angreifer einprasseln lassen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Angreifer habe noch vergeblich versucht, den Rucksack seines Opfers zu erbeuten und sei auch damit gescheitert.

Die 25-Jährige hatte kurz zuvor mit ihrem Freund telefoniert, der den Überfall mithören musste und parallel die Polizei alarmierte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Angreifer aber bereits getürmt.

Quelle: DPA

Freising: Taxifahrer will Hamster überfahren haben – es war ein Wildschwein

Ob dieser Anruf die Polizei ins Grübeln gebracht hat? In der Nacht zum Montag hat ein Taxifahrer den Beamten gemeldet, er habe einen “großen Hamster mit sehr großen Zähnen” angefahren. Zwar trat der 49-Jährige noch auf die Bremse, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Das Tier blieb nach Polizeiangaben tot liegen. Als die Einsatzkräfte am Unfallort bei Attaching am Rande von Freising ankamen, stellten sie fest: Es handelte sich um ein mittelgroßes Wildschwein. Ob der Taxifahrer noch nie Wildschweine gesehen hatte, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen. Die Beamten betonten aber: “Der Taxifahrer war nüchtern!”

Quelle: DPA

Oederan: Betrunkener Autofahrer macht Nickerchen in Bachbett

In ungewöhnlicher Parkposition hat ein betrunkener Autofahrer im sächsischen Oederan seinen Wagen abgestellt und ein Nickerchen gemacht: Wie die Polizei am Montag mitteilte, war der Mann in der Nacht zum Sonntag mit seinem Wagen von der Straße abgekommen. Anschließend rollte er rund 30 Meter über eine Wiese, fuhr zwei Begrenzungspfähle um und landete mit seinem Auto halb auf der Seite liegend in einem Bach. Dort fanden die Beamten einer Polizeistreife den unverletzten Mann schlafend vor. Ein Alkoholtest zeigte 1,52 Promille im Atem an. Seinen Führerschein zogen die Beamten daraufhin ein.

Quelle: DPA

Berlin: Verbot für Silvester-Feuerwerk an drei Orten in der Stadt

In der Silvesternacht in Berlin sollen Feuerwerk und Böller außer auf der Partymeile am Brandenburger Tor auch in zwei weiteren Gebieten verboten werden. Auf dem nördlichen Teil des Alexanderplatzes und an der Pallasstraße in Schöneberg werde die Polizei ein entsprechendes Verbot verhängen und durchsetzen, kündigte der Senat am Montag an. Die beiden Zonen seien in den vergangenen Jahren in der Silvesternacht “Gefahrenbrennpunkte” gewesen, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Akman (SPD) im Innenausschuss. Es habe “massive und gezielte Angriffe” auf Polizisten und Feuerwehrleute gegeben. Der Senat will auch einen Antrag stellen, den Verkauf des Feuerwerks längerfristig über eine Änderung des Bundesgesetzes auf ein bis zwei Tage zu verkürzen.

Quelle: DPA

Freudenberg: Tödliche Explosion: Experten untersuchen Bratpfanne auf Defekt

Nach der tödlichen Explosion einer riesigen Bratpfanne auf einem Dorffest im Siegerland soll das Gerät auf einen technischen Defekt untersucht werden. Die große, gasbetriebene Bratkartoffelpfanne war am Sonntag bei einem traditionellen Fest in Freudenberg-Alchen explodiert. Durch die zur Seite ausweichende Stichflamme erlitten Umstehende schwerste Brandverletzungen, wie ein Polizeisprecher erläuterte. 

Ein Sachverständiger habe am Montag vor Ort die Ursache nicht zweifelsfrei feststellen können. Auszuschließen sei nach bisherigem Erkenntnisstand aber, dass sich das Bratfett explosionsartig entzündet habe. Weitere Untersuchungen müssten nun zeigen, ob es ein technisches Problem oder einen Bedienfehler gegeben habe, sagte der Polizeisprecher. Das Ergebnis dieser Untersuchungen werde frühestens in einigen Tagen erwartet. 

Eine 67 Jahre alte Frau starb am Montag an ihren Verletzungen, eine weitere Frau befinde sich in kritischem Zustand. Vier Menschen, die zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebten, seien aber inzwischen stabil, hieß es am Montagmittag.

Quelle: DPA

Sonneberg: Stahlseil vor Spielplatz gespannt – Fünfjähriger verletzt

Ein fünfjähriger Junge ist im thüringischen Sonneberg auf einem Spielplatz durch ein gespanntes Stahlseil verletzt worden. Das Kind war auf einem Fahrrad unterwegs, als es mit dem Hals gegen das etwa fünf Millimeter dicke und mehrfach vor den Eingang zum Bolzplatzbereich gespannte Seil stieß, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Junge wurde daraufhin im Krankenhaus behandelt.

Der Vater hatte nach dem Vorfall am Freitag die Polizei alarmiert. Die Beamten ermitteln nun unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen unbekannt.

Quelle: DPA

Hamburg: 71 Jahre alter Bankräuber hält stundenlang sein letztes Wort

Der wegen versuchten Mordes angeklagte Bankräuber hat über mehrere Stunden den zweiten Teil seines letzten Wortes fortgesetzt. Dabei schimpfte der 71-Jährige vor dem Landgericht Hamburg über die Unfähigkeit der Ermittler, lobte sich für die schlaue Planung seiner Banküberfälle und kritisierte die Vorsitzende Richterin für ihre Einwürfe. “Mir ist schon klar, dass Sie mir heute mein letztes Wort abschneiden wollen”, sagte der zuletzt in Kiel lebende Deutsche am Montag. 

Richterin Birgit Woitas reagierte mit klaren Worten. “Das werde ich überhaupt nicht tun. Sie haben das Recht darauf. Ich weise Sie darauf hin, wenn es Wiederholungen sind. Denn die muss ich unterbinden.” Zuvor hatte sie den Angeklagten mehrfach darauf hingewiesen, dass er sich in seinem letzten Wort inhaltlich wiederhole.

Angeklagte haben vor der Verkündung des Urteils das Recht, nicht die Pflicht, auf das letzte Wort. Das ist in der Strafprozessordnung verankert. Wird einem Angeklagten das letzte Wort nicht gewährt oder es unzulässig verkürzt, kann das ein Revisionsgrund sein. 

Der 71-Jährige muss sich wegen drei Raubüberfällen auf Hamburger Banken sowie einen dabei abgegebenen Schuss auf einen Bankangestellten verantworten. Der Staatsanwalt hatte eine Haftstrafe von zwölf Jahren und zehn Monaten und anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Bei den drei Überfällen zwischen 2011 und 2019 hatte der rüstige Senior rund 25.000 Euro erbeutet. Bereits der erste Teil seines letzten Wortes hatte mehr als fünf Stunden gedauert.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Sportler kollabiert bei Laufveranstaltung und stirbt

Im Rahmen des Düsseldorfer Kö-Laufs, einem Rennen über die Halbmarathondistanz, ist am Sonntag ein 40-jähriger Teilnehmer während der Veranstaltung kollabiert und wenig später in einem Krankenhaus verstorben. Wie die Feuerwehr der NRW-Landeshauptstadt mitteilte, war der Mann einer Rettungsdienstbesatzung aufgefallen, als er offensichtlich ein medizinisches Problem hatte.

Die Einsatzkräfte eilten dem Läufer sofort zu Hilfe und alarmierten parallel einen Notarzt. Noch vor dessen Eintreffen mussten die Helfer den inzwischen kollabierten 40-Jährigen wiederbeleben. Daraufhin sei ein weiterer Notarzt alarmiert worden, dessen Fahrzeug mit einem Gerät zur Herz-Rhythmus-Massage ausgestattet war. Dieses Gerät sei dem Patienten sofort angelegt worden. Der Mann kam per Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo er jedoch verstarb.

Quelle:Feuerwehr Düsseldorf

Berlin: Ermittlungen nach schwerem SUV-Unfall gehen weiter 

Nach dem schweren Autounfall mit vier Toten in Berlin-Mitte gehen die Ermittlungen weiter. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen. Ein schwerer Sportgeländewagen (SUV) war am Freitagabend von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger an einer Ampel tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. Nach Informationen vom Wochenende zog die Polizei unter anderem einen medizinischen Notfall beim Fahrer als Unfallursache in Betracht. Der 42-Jährige liegt demnach schwer verletzt im Krankenhaus. Vorsatz wurde zunächst ausgeschlossen. 

Nach Anwohnerangaben hat der SUV sehr schnell auf der Gegenfahrspur den stehenden Verkehr an der Ampel überholt und war auf den Gehweg geraten. Der Wagen knickte einen Ampelmast und mehrere Poller um, durchbrach einen Bauzaun und kam erst auf einem Baugrundstück zum Stehen.

Quelle: DPA

Brandenburg: IC kollidiert mit Wild – Fahrgäste sitzen anderthalb Stunden lang fest

Wegen eines Wildunfalls zwischen Wustermark und Ribbeck in Brandenburg haben Zugreisende in der Nacht zum Montag mehrere Stunden Verspätung hinnehmen müssen. Rund 450 Fahrgäste des ICs, der auf der Schnellstrecke von Berlin nach Hamm unterwegs war, hätten anderthalb Stunden in dem mitten im Wald verunfallten Zug auf Ersatzverkehr warten müssen, sagte ein Sprecher der Bahn am Montagmorgen. Die Strecke sei noch in der Nacht wieder freigegeben worden. Die restlichen Züge auf der Strecke hätten auf ein anderes Gleis ausweichen können. Der Zugverkehr am Morgen werde nicht gestört, hieß es.

Laut Angaben der Bahn erfasste der IC das Wild gegen 21.00 Uhr. Der Zug wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr seien teilweise nur zu Fuß an den Unfallort gelangt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Ersatzzug habe die Fahrgäste zurück nach Berlin gebracht, von wo aus sie ihre Reise mit rund drei Stunden Verspätung fortsetzen konnten. Während der Sprecher der Bundespolizei sagte, bei dem Wild handele es sich wohl um einen Hirsch, konnte dies die Bahn nicht bestätigen.

Quelle: DPA

Boppard: Boa Constrictor löst Polizeieinsatz aus

Eine Boa Constrictor hat in der Stadt Boppard in Rheinland-Pfalz einen Polizeieinsatz ausgelöst. Mitarbeiter der Stadtverwaltung hätten die Würgeschlange am Sonntagnachmittag im Mühltal entdeckt und die Einsatzkräfte informiert, teilte ein Polizeisprecher am Sonntagabend mit. Nachdem ein Kollege die Schlange identifiziert habe, hätten Polizisten das Tier eingefangen und in eine Auffangstation gebracht. Woher die Boa Constrictor stammte, war zunächst nicht klar.

Die Boa Constrictor ist eine Riesenschlange und kommt aus Mittel- und Südamerika. Sie ist nicht giftig. Ihre Beute töte die Würgeschlange, indem sie sie erdrückt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 2. bis 8. September 2019 lesen Sie hier:

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